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Pathfinder: Kingmaker – Schwierigkeitsgrad perfekt einstellen

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Unser Guide zu den Schwierigkeitsgraden in Pathfinder: Kingmaker. © SPACE4GAMES

In unserem ausführlichen Guide zu Pathfinder: Kingmaker sagen wir euch, wie ihr Schwierigkeitsgrad und automatische Pause perfekt konfiguriert.

In diesem Guide erfahrt ihr

  • Welche Schwierigkeitsgrade ihr einstellen könnt
  • Was sie bewirken
  • Warum ihr die Einstellungen für automatische Pause nicht vergessen dürft

Eine englische Version dieses Guides findet ihr hinter dem Link.
An english version of this guide can be found here.

Endlich wieder D&D – nun ja, zumindest beinahe. In Pathfinder: Kingmaker spielen wir nicht etwa in den Forgotten Realms. Pathfinder ist eine Abkopplung von den klassischen D&D 3.5-Regeln, transferiert in eine eigene Welt. Damit wollten die Macher (Paizo) die Vereinfachungen späterer D&D-Editionen nicht mitmachen, sondern die ursprüngliche Komplexität des Regelwerks beibehalten.

Im Jahre 2018 scheint der Schwierigkeitsgrad von Pathfinder: Kingmaker allerdings eine Überraschung für viele Rollenspieler zu sein. Viele tun ihren Unmut über das angeblich unfaire Balancing des Spiels in negativen Reviews auf Steam kund. Dabei ist das Balancing maximal in einigen wenigen Punkten verbesserungswürdig: Insgesamt ist eine klare Linie zu erkennen und wer sich entweder mit dem Regelwerk auskennt oder aber die Hinweise, Tooltips und Kampf-Nachrichten im Spiel genau studiert, der findet für jedes Problem eine Lösung.

Trotzdem ergibt es Sinn, dass wir uns den Schwierigkeitsgrad so einstellen, dass wir uns an das Umfangsmonster Pathfinder: Kingmaker vernünftig gewöhnen können, die Spielmechaniken lernen und den Herausforderungsgrad erst wieder hochschrauben, wenn wir uns sicher genug fühlen. Zu diesem Zweck hat Entwickler Owlcat Games umfangreiche Einstellungen implementiert. In unserem folgenden Guide sagen wir euch, was ihr alles einstellen könnt und geben Empfehlungen für euren ersten Durchgang ab. Achtet nach der Einstellung des Schwierigkeitsgrades darauf, dass ihr die Einstellungen für die automatische Pause nicht vergesst. Diese Optionen sind extrem wichtig für ein reibungsloses Spielerlebnis.

Vorgefertigte Schwierigkeitsgrade

Story-Modus

Wer es sich einfach machen möchte und sich vor allem auf die Geschichte konzentrieren will, der kann sich direkt in diesen Modus begeben. Der Stufenaufstieg kann für alle Charaktere, inklusive dem Hauptcharakter, automatisch ausgeführt werden. Jeglicher Schaden durch Gegner oder fallen wird hier um satte 80 Prozent reduziert, kritische Treffer sind ausgeschaltet und negative Effekte (beispielsweise Blindheit) werden beim Ausruhen entfernt. Die sogenannte „Schwelle des Todes“ (wenn ein Charakter einmal bewusstlos geworden ist und dann wieder umgehauen wird, stirbt er und kann nur durch Auferweckung wieder ins Leben zurückgeholt werden) ist auch ausgeschaltet. Stattdessen ist die Option, dass tote Gefährten nach einem Kampf wieder aufstehen, aktiviert. Das bedeutet: Euer Spiel ist erst dann vorbei, wenn alle Charaktere bewusstlos sind und ein Kampf nicht mehr erfolgreich beendet werden kann.

Achtung: In diesem Modus ist standardmäßig aktiviert, dass nur der Benutzer einer Fertigkeit Erfahrung für einen erfolgreichen Fertigkeitswurf erhält. Wenn also beispielsweise die Bardin Linzi eine Falle entschärft, dann bekommt nur sie Erfahrung.

Empfehlung: „Nur der Benutzer der Fertigkeit erhält Fertigkeitswurf-Erfahrung“ ausschalten. Außerdem empfehlen wir, „Königreich-Verwaltung“ auf Einfach zu stellen oder gänzlich automatisch ausführen zu lassen. Beachtet bitte, dass eine Vollautomatik der Königreich-Verwaltung im Spiel nicht geändert werden kann.

Einfacher Modus

In diesem Modus werden automatische Stufenaufstiege nur für die Gefährten des Hauptcharakters durchgeführt. Der Schaden, den die Gruppe erleiden kann, ist auf 60 Prozent reduziert, kritische Treffer sind auch hier ausgeschaltet und die „Schwelle des Todes“ ist aktiviert (wenn ein Charakter eine erste tödliche Verletzung erlitten hat, wird das durch ein blutiges Charakter-Porträt angezeigt). Bekommt ein Charakter also eine zweite tödliche Verletzung, stirbt er. Stirbt der Hauptcharakter, ist das Spiel vorbei und ihr müsst einen früheren Spielstand laden. Feinde haben zudem keine Regeneration und auch eventuelle Immunitäten sind ausgeschaltet. Negative Effekte auf unserer Heldengruppe werden auch in diesem Modus beim Ausruhen entfernt.

Empfehlung: „Königreich-Verwaltung“ auf Einfach zu stellen oder gänzlich automatisch ausführen zu lassen. Beachtet bitte, dass eine Vollautomatik der Königreich-Verwaltung im Spiel nicht geändert werden kann.

Normaler Modus

Hereinkommender Schaden ist um 20 Prozent reduziert, kritische Treffer sind allerdings angeschaltet. Ihre Auswirkungen sind allerdings schwächer und sie sind dadurch etwas weniger gefährlich. Mit genug Würfelpech können kritische Treffer trotzdem immer mal wieder zu Misserfolgen führen. Speichert deshalb häufig und vor allem vor Kämpfen. Negative Effekte (Blindheit, Attributs-Schaden etc.) werden beim Ausruhen nicht entfernt, ihr benötigt also einen kompetenten Heiler oder Ruhephasen an sicheren Orten (beispielsweise Olegs Handelsposten oder die Hauptstadt). Schwelle des Todes ist ebenso aktiv wie der manuelle Stufenaufstieg.

Bei den Schwierigkeitsgraden empfehlen wir den Normal-Modus. Die markierten Optionen könnt ihr im Laufe des Spiels weiter für euch anpassen. © Owlcat Games

Bei den Schwierigkeitsgraden empfehlen wir den Normal-Modus. Die markierten Optionen könnt ihr im Laufe des Spiels weiter für euch anpassen. © Owlcat Games

Empfehlung: Dieser Modus ist für einen „richtigen“ (also durchaus herausfordernden) ersten Spieldurchgang perfekt geeignet. Ihr könnt während des Spiels jederzeit Dinge wie den Schaden an der Gruppe oder die Feindschwierigkeit (beeinflusst die Attribute von Gegnern) nachjustieren. Wer keine Lust auf Königreich-Verwaltung hat, stellt sie auf automatisch. Beachtet bitte, dass eine Vollautomatik der Königreich-Verwaltung im Spiel nicht geändert werden kann.

Achtung: Für ein gutes Spielerlebnis gehört eine vernünftige Konfiguration der automatischen Pause dazu. Mehr Informationen dazu findet ihr später in diesem Artikel.

Herausfordernder Modus

Wenn ihr euch mit Pathfinder bereits richtig gut auskennt und eine deutliche Herausforderung sucht, dann wählt diesen Modus. Hier entfalten eure Feinde ihre volle, vom Regelwerk vorgesehene Schlagkraft. Bitte beachtet, dass der Schwierigkeitsgrad im Vergleich zu anderen vergleichbaren Spielen hier gefühlt bei “Schwer bzw. Hart” liegt.

Empfehlung: Diesen Modus solltet ihr nur verwenden, wenn ihr erfahren mit dem Regelwerk und den Spielmechaniken seid. Wir empfehlen diesen Modus nicht für einen ersten Spieldurchgang.

Harter Modus und Unfairer Modus

Diese beiden Spielmodi erhöhen jeweils die Schlagkraft von Gegnern, sowie den Schaden, den die Gruppe erleiden kann, erheblich. Kritische Treffer stellen für eure Gruppe eine existentielle Gefahr dar. Der harte Modus ist hierbei mit extremen Schwierigkeitseinstellungen anderer CRPGs vergleichbar. Unfair ist bei Pathfinder: Kingmaker wirklich unfair.

Empfehlung: Nur für echte Experten des Regelwerks und der Spielmechaniken. Darüber hinaus solltet ihr überdurchschnittlich frustresistent sein und kein Problem damit haben, selbst kleinere Kämpfe mehrfach bestreiten zu müssen, bis ihr erfolgreich seid.

Benutzerdefinierter Schwierigkeitsgrad

Ihr könnt jeden einzelnen Menüpunkt der Schwierigkeitseinstellungen so einstellen, wie es euch gefällt. Wir empfehlen allerdings, den normalen Schwierigkeitsgrad als Grundlage zu nehmen und im Verlaufe des Spiels gegebenenfalls leichte Anpassungen vorzunehmen.

Zusätzlich könnt ihr jeden der oben angeführten Schwierigkeitsgrade mit zwei weiteren Modi würzen:

  • „Der letzte Azlanti“-Modus
    Dabei handelt es sich um den Ironman-Modus. Es gibt nur einen Spielstand, nur einen Speicherslot. Eure Entscheidungen und Erfolge sowie Misserfolge sind jeweils Final und können nicht durch Quicksaves gerettet werden.
  • Eintauch-Modus:
    Wenn ihr diesen Modus aktiviert, werden alle Anzeigen und Hinweise im Spiel (abgesehen von der Gegner Gesundheit) abgeschaltet. Wer also die volle, raue Spielwelt so realistisch wie möglich erleben will, schaltet sämtliche Hilfen (beispielsweise Angriffslinien) ab.

Extrem wichtig in Pathfinder: Kingmaker – Automatische Pause korrekt einstellen

Wer diesen Punkt im Menü „Spiel“ übersieht und nicht vernünftig einstellt, kann erhebliche Schwierigkeiten im Spiel bekommen. Die automatische Pause ist ein extrem wichtiger Teil des Spielprinzips und sollte richtig eingestellt werden. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Punkte für euch aufbereitet.

Feindinformationen im Kampf

Stellt unter diesem Menü-Punkt den Unterpunkt „Feind-TP anzeigen“ auf “Immer”. Ansonsten müsste jedes Mal per Mausover den Zustand des Gegners prüfen.

Die oben markierte Einstellung "Pause, wenn Feind entdeckt" ist absolut essentiell für Pathfinder: Kingmaker. © Owlcat Games

Die oben markierte Einstellung “Pause, wenn ein Feind entdeckt wird” ist absolut essentiell für Pathfinder: Kingmaker. © Owlcat Games

Autopause

Folgende Unterpunkte solltet ihr aktivieren. Unsere Einschätzung zur Wichtigkeit der jeweiligen Einstellung haben wir in Klammern festgehalten.

  • Pause bei entdeckter Falle (Wichtig)

Sobald einer eurer Charaktere eine Falle findet, pausiert das Spiel. Ist eure Gruppe in Bewegung, könnt ihr jetzt mit dem großen X links unten in der Benutzeroberfläche eure Helden anhalten lassen und jemanden zur Entschärfung schicken.

  • Bei Kampfbeginn pausieren (Mittel)

Sobald die Initiative-Würfe (legen fest, wer in einem Kampf in welcher Reihenfolge handeln kann) bei einer feindlichen Begegnung ausgeführt werden, pausiert das Spiel. Wenn ihr den Menüpunkt „Pause, wenn ein Feind entdeckt wird“ aktiviert hat, ist diese Einstellung allerdings nicht mehr ganz so wichtig.

  • Pause, wenn ein neuer Feind erscheint (Wichtig!)

Wenn ihr euch bereits im Kampf befindet, kann es manchmal vorkommen, dass weitere Feinde erscheinen. Hin und wieder fällt euch beispielsweise Verstärkung in den Rücken. Eine automatische Pause gibt euch Zeit, darauf zu reagieren.

  • Pause, wenn ein Gruppenmitglied niedrige TP hat (Wichtig)

Dieser Menüpunkt ist ebenfalls ganz nützlich, falls ihr mal die Lebensbalken eurer Mitstreiter aus den Augen verloren habt. Oft kann ein Kleriker das Schlimmste noch verhindern, wenn die automatische Pause euch das Problem angezeigt hat.

  • Pause, wenn ein Feind entdeckt wird (Essentiell!)

Das hier ist in Verbindung mit der Einstellung des Schwierigkeitsgrades der wichtigste Menüpunkt überhaupt. Sobald ein Feind auf der Bildfläche erscheint, pausiert das Spiel. Bitte beachtet, dass die Pause bereits greift, sobald eure Charaktere einen Feind wahrgenommen haben. Oft befinden sich die Gegner aber noch unter dem schwarzen Kriegsnebel. Um sie zu sehen, müsst ihr die Hervorheben-Taste (Standardmäßig TAB) drücken.

Mit dieser Einstellung kann euch kaum ein Feind komplett überraschen und ihr könnt euch in Ruhe auf den Kampf vorbereiten, Stärkungszauber aussprechen und euch passend positionieren. Ist diese Einstellung ausgeschaltet, rennt ihr ständig direkt in Kämpfe, was euch das Leben unnötig schwer macht.

  • Pause, wenn Waffe ineffektiv ist (Wichtig)

Manchmal machen unsere Helden absolut keinen Schaden gegen einen Gegner, beispielsweise wenn wir Schwärme mit normalen Waffen angreifen (hier werden Bereichszauber, vor allem Feuer und Säure, benötigt) oder die Regeneration eines Lindwurms nicht stoppen können (dazu werden Waffen aus kaltem Eisen benötigt). In jedem Fall wird eine Pause ausgelöst, wenn einer unserer Charaktere keinen Schaden verursacht. Durch einen Blick ins Kampflog (Rechtsklick auf den jeweiligen Eintrag) sehen wir, warum kein Schaden angerichtet wurde und können eventuell Gegenmaßnahmen (beispielsweise durch einen Waffenwechsel) einleiten.

Fazit zum Schwierigkeitsgrad in Pathfinder: Kingmaker

Um Pathfinder: Kingmaker richtig genießen zu können, müssen wir uns ein bisschen mit den Einstellungen auseinandersetzen und „unsere goldene Mitte“ finden. Wir empfehlen den normalen Modus mit den genannten Einstellungen für die Autopause. Natürlich müsst ihr euch trotzdem ausführlich mit den Spielmechaniken auseinandersetzen, ihr solltet so aber bestens zurechtkommen. Vergesst nicht regelmäßig zu speichern und im Falle eines Misserfolgs eure Strategien anzupassen. Übrigens: Es ist keine Schande, einen zu harten Gegner erst mal links liegen zu lassen und ein oder zwei Stufen später wiederzukommen.

Wir arbeiten darüber hinaus an einem umfangreichen Einsteiger-Guide für Pathfinder: Kingmaker. Spätestens damit solltet ihr sämtliches Rüstzeug besitzen, um in den Raublanden bestehen zu können. Übrigens: Pathfinder ist ein absolutes Umfangsmonster (ihr braucht  mindestens 100 Stunden) und kommt so nah ans Baldur’s Gate-Gefühl ran, wie kein anderes CRPG. Wenn ihr euch vor Herausforderungen nicht fürchtet, dann kann ich es nur empfehlen.

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Ben
Chefredakteur SPACE4GAMES. Hauptberuflich Projektmanager des Virtual Reality-Magazins VR-World.com. Außerdem Youtube-Täter auf Game.Play.Me. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy.


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Gold Horizon,vormals die Gold Horizon Extrasolar Mineral Prospecting Corporation, wurde als ausschließliches Erkundungsunternehmen in der Mitte des 26. Jahrhunderts gegründet, mit dem Ziel einen Vorteil aus der Reihe von Steuervergünstigungen der Regierung für Asteroidenbergbau-Firmen zu ziehen.

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