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Squadron 42 – Die Schauspieler: Mark Hamill

Highlight 2 Squadron 42 Squadron 42 Schauspieler
Marc Hamill ist ein erfolgreicher Hollywood-Schauspieler, u.a. bekannt durch seine Rolle als Luke Skywalker in Star Wars. © Marc Hamill

Mark Hamill spielte Luke Skywalker und ist als Stimme des Jokers bekannt. Aber der amerikanische Schauspieler hat noch erheblich viel mehr auf dem kreativen Kerbholz. 

In diesem Artikel erfahrt ihr

  • dass Hamill mehr ist als Skywalker oder das irre Lachen des Jokers
  • was Hamill mit Cyborg-Nazis verbindet
  • wen Hamill in Squadron 42 verkörpert

Uns allen ist Mark Hamill in seiner Rolle als Luke Skywalker aus Star Wars bekannt, manche kennen ihn auch als Sprecher des Jokers aus diversen Animationsserien. Das er aber neben seinen Auftritten auf der großen Leinwand auch in Fernsehserien, Theaterstücken und Videospielen dutzende Auftritte hatte, ist vielen Menschen vielleicht gar nicht bewusst.

Wir haben daher Mark Hamills Arbeiten an Filmen, Comics und Videospielen näher beleuchtet und hoffen, dass ihr ebenso überrascht, amüsiert und fasziniert von dem Talent und der Wandelbarkeit unseres Helden aus Kindertagen seid.

Hamills Lebensweg: Von Oakland auf den Walk of Fame

Geboren wurde Mark Richard Hamill am 25. September 1951 in Oakland, Kalifornien, als Sohn von Virginia Suzanne und William Thomas Hamill. Mit insgesamt sechs Geschwistern (vier Schwestern und zwei Brüdern) wird es im Hause Hamill wohl alles andere als leise zugegangen sein. Als Captain der U.S. Navy musste sein Vater oft den Arbeitsplatz wechseln und so machte Mark Hamill seinen Schulabschluss letztendlich an der Nile C. Kinnick High-School in Yokosuka, Japan.

Mark Hamill, Marilou York und Chelsea Hamill bei einem Event im Jahre 2000. Photo by Steve Granitz - © WireImage.com - Image courtesy WireImage.com

Mark Hamill, Marilou York und Chelsea Hamill bei einem Event im Jahre 2000. © Photo by Steve Granitz, WireImage.com – Image courtesy WireImage.com

Die Schauspielerei lag dem jungen Hamill wohl schon immer im Blut und so studierte er erfolgreich Schauspiel am Los Angeles City College. Zu Freude seiner ehemaligen Universität kehrte er am 6. Dezember 2015 für eine Q&A Session mit derzeitigen Studenten und Fans zum LACC zurück und unterstützt die Uni auch weiterhin. Bevor er 1977 mit seinem berühmten Auftritt als Luke Skywalker in George Lucas „Krieg der Sterne“ (wird heute unter dem Titel Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung vertrieben) den großen Durchbruch schaffte, war Mark Hamill in einigen TV Serien zu sehen, darunter das berühmte General Hospital sowie die Bill Cosby Show.

Unvergesslich sind auch seine Auftritte in den beiden folgenden Teilen der damaligen Star Wars-Trilogie, „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Der unserer Meinung nach wohlverdiente Oskar wurde ihm leider vorenthalten, dafür wurde er mit zwei Saturn Awards als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. 2015 und 2017 kehrte er für „Das Erwachen der Macht“ und „Die letzten Jedi“ zu dem Franchise zurück, aber auch in der Zwischenzeit spielte er zahlreiche Rollen, die man in immer aktuellen Zustand hier einsehen kann.

Am 17. Dezember 1978 heiratete Hamill seine heutige Ehefrau Marilou York. Zusammen haben sie drei Kinder: Nathan Hamill (geb. 1979), Griffin Hamill (geb. 1983) und Chelsea Hamill (geb. 1988). Verdientermaßen erhielt Mark Hamill am 08. März 2018 seinen eigenen Stern auf dem Hollywood „Walk of Fame“. Bei der Zeremonie waren auch Star Wars-Schöpfer George Lucas und natürlich Harrison „Han Solo“ Ford zugegen. In seiner Dankesrede gedachte Hamill der verstorbenen Carrie Fisher (1956-2016), die für ihre Rolle als Prinzessin Leia (Star Wars) bekannt war und mit der sich Mark Hamill tief verbunden fühlte.

Hamill als Joker: Ein diabolisches Lachen

Als begeisterter Comic-Liebhaber trat Hamill in den 90er Jahren zweimal als DCs Super-Bösewicht The Trickster auf und kehrte später zu dieser Rolle in der Animationsserie „Justice League Unlimited“ und der Live-Action-Serie „The Flash 2014“ zurück. Es verwundert deshalb auch nicht, dass Hamill auch als Synchronsprecher für den Joker in der Serie: „Batman: The Animated Series“ mitwirkte. Er spielte seine Rolle mit solcher Leidenschaft, dass er alle Kritiker von sich überzeugte  – insbesondere wegen des diabolischen Lachens, das Hamill speziell für seine Rolle entwickelte und das zu einem besonderen Markenzeichen des Jokers wurde. Dabei gelang es ihm, die dunklen Seiten des Jokers aus den Comics in für kleine Kinder geeigneten Geschichten zu übertragen.

Diese Kombination machte Hamills Joker so einprägsam, dass er dem Charakter in den Spin-off-Filmen „Batman: Mask of the Phantasm“ (1993), „Batman Beyond: Return of the Joker“ (2000) sowie in den verwandten Serien „Superman: The Animated Series“ (1996), „Static Shock“ (2000) und „Justice League“ (2001) seine Stimme lieh. Aus seinem Faible für den Erzfeind von Batman hat Hamill nie einen Hehl gemacht und daher überrascht es nicht, dass er (entgegen seiner Rolle als strahlender Held in den Star Wars-Filmen) einigen weiteren Oberschurken seine Stimme lieh.

Zu diesen Rollen gehören der Skeleton King in „Super Robot Monkey Team Hyperforce Go“, Undergrowth in „Danny Phantom“ und Hobgoblin in „Spider-Man: The Animated Series“. Ebenfalls sprach er den Bösewicht Feuerlord Ozai in der Nickelodeon Serie „Avatar – Der Herr der Elemente“ von 2005. In der Adult Swim Serie „Metalocalypse“ von 2006 spricht er Mr. Salacia, in dessen Rolle er als telekinetisch begabter Hauptantagonist wortwörtlich so manchen Kopf explodieren lässt. Noch schrecklicher ist er aber nur als Captain Stickybeard in „Codename: Kids Next Door“ von 2001, in dem er als Süßigkeiten stehlender Piratenkapitän sein Unwesen treibt. Darth Vader wäre stolz auf ihn! Nach all den Kuriositäten ist seine Sprechrolle als weiser und unsterblicher Yeti Skips in der erstmals 2010 ausgestrahlten „Cartoon Network Show“ fast schon brav zu nennen.

Weitere Gastauftritte hatte Hamill in der 89en Folge der „Muppets“, als auch bei den „Simpsons“. Hier persiflierte er in der Folge „Der unerschrockene Leibwächter“ (Staffel 10) seine eigene Rolle in Star Wars. Zudem war er in zwei Episoden der Serie „seaQuest“ als Tobias LeConte zu sehen („Der blinde Seher“, Folge 37 und „Ausweglose Mission“, Folge 44). Die deutsche Stimme von Mark Hamill ist meist der Synchronsprecher Hans-Georg Panczak.

Mark Hamill, der Ex-Gamer

In einem Interview mit IGN erzählt Hamill über seine Zeit als Gamer und wir erfahren, dass er sich heutzutage kaum noch die Zeit mit Zocken vertreibt. Das war aber nicht immer so. In der Tat hatte er seine Hochzeit als Gamer als seine Söhne noch klein waren und er zusammen mit ihnen spielte. Jetzt fragen wir uns natürlich, welche Spiele der junge Vater gespielt hat. Da war zum einen „Sky Kid“ von Bandai Namco. Dabei handelt es sich um einen Titel, der schon damals für das NES und die Super Cassette Vision herauskam. Es ist also schon eine Weile her, dass Hamill ein Ass am Controller war. Hamill nennt auch andere Klassiker wie „Lucky Dime Caper“ für das Sega Master System, einen Klassiker, der bereits 1991 erschien.

The Little Mermaid ist ein Actionspiel für den NES und Game Boy von 1991. © Capcom / Disney

The Little Mermaid ist ein Actionspiel für den NES und Game Boy von 1991. © Capcom / Disney

Am Ende war es aber „The Little Mermaid“ für das Original NES von Capcom, das Hamill bis morgens um vier Uhr wachhielt, bis er den Abspann bewundern konnte. Es war wohl einer dieser Fälle, bei denen man den Ehrgeiz hat, das Spiel am Stück zu beenden, egal wie lange es dauert. Wer jetzt ob der Wahl der Spiele skeptisch die Nase rümpft, darf nicht vergessen, dass diese damals von Disney lizenzierten Spiele zu den besten ihrer Zeit gehörten. Als weiteres Beispiel soll hier „Aladin“ dienen, das auf dem originalen 16 Bit-Sega Genesis bis heute als einer der besten 2D Side-Scroller-Plattformer aller Zeiten gilt.

Man könnte es schon fast Schicksal nennen, dass Mark Hamill heute für jenes Unternehmen (Warner Bros.) vor der Kamera steht, welches ihm einige der schönsten Spiel-Erinnerungen mit seiner Familie beschert hat.

Mark Hamill und seine Auftritte in Videospielen

Hamill hat im Laufe seiner Karriere vielen Figuren in Videospielen durch seine Stimme Leben eingehaucht. Nachfolgend stellen wir euch diese Filme vor. Dabei besprechen wir seine Auftritte in chronologischer Reihenfolge, mit Ausnahme seiner Paraderolle als Joker und seinen Auftritten in der Wing Commander-Reihe.

1993

Den ersten Auftritt in einem Videospiel hatte Mark Hamill 1993 im düsteren Point & Click-Abenteuer „Gabriel Knight: Sins of the Fathers“ von Sierra On-Line. Dort vertonte er Inspektor Mosley, der sich zusammen mit Gabriel Knight an die Auflösung einer Voodoo-Mordserie macht.

Gabriel Knight: Sins of the Fathers erschien erstmals 1991. Dieser Screenshot zeigt das Remake von 2014, das leider viele Sprecher auswechselte, darunter auch Mark Hamill. © Phoenix Online Studios

Gabriel Knight: Sins of the Fathers erschien erstmals 1991. Dieser Screenshot zeigt das Remake von 2014, das leider viele Sprecher auswechselte, darunter auch Mark Hamill. © Phoenix Online Studios

1994

Nachfolgend war Hamill in mehreren Rollen (Ugh, Chip, Dash, Old Man) des Arcade-Spiels „Bouncers“ zu hören. Das ist ein Basketballspiel, in dem man selbst den Ball spielt und von anderen Spielern abprallen (engl.: to bounce) muss, um es durch den Ring zu schaffen. Das 1994 auf Sega CD veröffentlichte Spiel wurde von Dynamix entwickelt, Sega fungierte als Publisher.

1995

In diesem Jahr tritt er unter anderem als Oberschurke Adrian ‚Rip‘ Ripburger im LucasArts Adventure „Full Throttle“ (deutscher Titel: Vollgas) in Erscheinung. In diesem Point & Click-Abenteuer müssen Spieler einfache Action-Fahrsequenzen sowie Kämpfe gegen feindliche Biker bewältigen. Außerdem spricht er die Charaktere Emmet und Todd Newlan.

1999

Wer haushohe Kampfroboter genauso liebt wie wir, wird wohl vor Neid erblassen, wenn er erfährt, dass Mark Hamill auch an das Steuer eines Mechs durfte –  zumindest virtuell. In dem 1999 veröffentlichten Titel „Starsiege“ vertonte er den Elite-Kampfpiloten Harabec Weathers, der sich im Cockpit eines sogenannten HERC-Mechs der künstlichen Intelligenz Prometheus entgegenstellt. Dabei hat der Spieler die Wahl zwischen der Fraktion der Menschen und den Cybrids. Entwickelt wurde das Spiel von Dynamix, Sierra On-Line war der Publisher.

2001

Im neuen Jahrtausend, genauer 2001, konnten wir Mark Hamills Stimme im Rollenspiel „Icewind Dale – Heart of Winter“ auswählen. Er spricht die Dialogzeilen des dritten männlichen Protagonisten. Entstanden ist die Erweiterung von Icewind Dale durch die Black Isle-Studios in Zusammenarbeit mit Interplay Entertainment. In “Crash Bandicoot: The Wrath of Cortex” (Entwickler Travellers Tales, Publisher Universal Interactive) vertont Hamill den Feuerelementar Py-Ro. Das Spiel selbst ist ein typisches 3D Jump`n`Run mit einigen Actionpassagen.

2002

Auch ein Auftritt in einem JRPG kann Hamill vorweisen: 2002 spricht er Colonel Kroitz in „Grandia Xtreme“, ein von Game Arts entwickeltes und durch Square Enix für die Playstation 2 veröffentlichtes Spiel. Es ist ein typisches JRPG und besticht durch seine taktischen und herausfordernden Kämpfe.

Zum Film „The Scorpion King“ entwickelte das Studio Point of View unter der Leitung von Vivendi Universal Games das 3D Action-Adventure „The Scorpion King: Rise of the Akkadian“, in dem Hamill gleich drei Sprechrollen zukommen: der Schlangengott Apep, ein verwundeter Akkadian und ein Soldat. Es gibt wohl nur wenige Rollen, in die Hamill noch nicht geschlüpft ist.

„Dark Chronicle (Dark Cloud 2)“ ist erneut ein JRPG, in dem Mark Hamill die Sprechrolle des Oberschurken Imperator Griffon übernimmt. Das Spiel selbst ist ein Action-RPG, das von Level-5 und Sony Computer Entertainment entwickelt und veröffentlicht wurde. Als junger Erfinder Max stellen wir uns darin Griffon entgegen, der bis auf die kleine Stadt Palms Brinks die Welt vollständig zerstört hat und nun auf der Jagd nach dem roten Stein ist, den Max zum Geburtstag geschenkt bekommen hat.

„Double Helix“ (Doppel-Helix) ist der Name der Fortsetzung von „Soldier of Fortune“, in der wir 2002 als John Mullins, Patriot, Waffenspezialist und Anti-Terror-Söldner, einer neuen Bedrohung durch Bioterroristen und ihrem Virus gegenüberstehen. Unsere Mission ist es, die Terroristen zu neutralisieren, bevor sie das Virus freisetzen. Mark Hamill ist in der Rolle des Aaron Wilson dabei, einem „Kollegen“ in unserem Team. „Double Helix“ wurde von Raven Software entwickelt und durch Activision Publishing veröffentlicht.

2003

Vom Verräter und Komplizen von Bioterroristen zur Biowaffe: In „X2: Wolverine’s Revenge“ von GenePool Software (Publisher: Activision Publishing) poliert Hamill sein Karma in der Rolle des unsterblichen Mutanten mit Adamantiumskelett auf. Wolverine hat in dem Action-Schleichspiel nur wenige Stunden, um ein Heilmittel gegen einen Virus zu finden und sein Leben zu retten. Im Verlauf des Spiels entdeckt er weitere Details über seine Vergangenheit und tritt gegen andere bekannte Charaktere aus der X-Men-Franchise an, darunter Magneto und Sabertooth.

2005

Zwei Jahre später, im Jahr 2005, darf Hamill neben der TV-Serie auch in dem Videospiel zu „Codname: Kids Next Door“ Piratenkapitän Stickybeard seine Stimme leihen. In diesem Action-/Abenteuerplattformer von High Voltage Software (Publisher: Global Star Software) darf der Spieler als Agent des KND gegen die aus dem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochenen Erzfeinde antreten.

In Codename: Kids Next Door leiht Hamill dem Piraten Stickybeard seine Stimme. © High Voltage Software

In Codename: Kids Next Door leiht Hamill dem Piraten Stickybeard seine Stimme. © High Voltage Software

Als Stimme aus dem Off erzählt uns Hamill in den Ego-Shootern „Call of Duty 2“ und „Call of Duty 2: Big Red One“ die Geschichte rund um den zweiten Weltkrieg. Das Spiel versucht, die großen militärischen Operationen dieser Zeit (Verteidigung von Stalingrad, Invasion in der Normandie und deutsch-britischer Krieg in Nordafrika) darzustellen. Die Entwicklung übernahm damals Infinity Ward unter Activision Publishing.

2006

In „Yakuza (Ryû ga gotoku)“, einem Actionspiel von 2006, spricht Hamill die Rolle des Charakters Goro Majima, der unter dem Namen „The Mad Dog of Shimano“ (Der verrückte Hund von Shimano) wohl Hamills Geschmack getroffen hat. Entwickelt von Amusement Vision und veröffentlicht durch SEGA Amerika vereint das Spiel Elemente der freien Erkundung, des Nahkampfes und des Rollenspiels. Im Erkundungsmodus durchstreift der Spieler als Kiryu Kazuma den Bezirk Kamurocho zu Fuß. Die Struktur des Spiels ist missionsbasiert, darüber hinaus gibt es mehreren Minispiele und Nebenquests.

2008

In „The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon“, dem dritten und letzten Kapitel der Legend of Spyro-Trilogie, spricht Hamill den dunklen Meister Malefor, der mal wieder den Helden das Leben schwer macht. Das Actionspiel wurde von Étranges Libellules entwickelt und von Sierra Entertainment veröffentlicht.

Vom dunklen Meister zum Minion: In „Crash: Mind over Mutant“ spricht Hamill die kleinen Minions, Znus genannt. Mind over Mutant ist ein Beat-’em-Up, entwickelt von Radical Entertainment und vertrieben durch Sierra Entertainment. Darin kontrolliert der Spieler Crash Bandicoot, dessen Aufgabe es ist, seine Heimat Wumpa Island und die Umgebung zu erkunden sowie dem Hauptantagonisten das Handwerk zu legen. Crash: Mind over Mutant ist ein missionsbasiertes Spiel.

Wie in der Animationsserie spricht Hamill im Videospiel „Avatar: The Last Airbender – Into the Inferno“ den Feuerlord Ozai. Im Action-Adventure von 2008, entwickelt und vertrieben durch THQ, verkörpert der Spieler Aang, der nach einer eigentlich tödlichen Verwundung auf einem Schiff der Feuer-Nation erwacht und sich seinem Schicksal stellt.

2009

Was jetzt noch fehlt ist ein MMO – und auch da hat Hamill einen Auftritt als Pirat Stickybeard im durch Cartoon Network und Grigon Entertainment entwickelten MMORPG Shooter „FusionFall“.

2010

In „Darksiders“ von Vigil Games und Publisher THQ spricht Mark Hamill The Watcher, einen Sidekick des Hauptcharakters War. Das Spiel ist ein Third Person-Hack-and-Slash mit einer Vielzahl von aufwertbaren Waffen und Kombos, Erweiterungen sowie aktiven und passiven Fähigkeiten. Des weiteren spricht Hamill Master Eraqus in „Kingdom Hearts: Birth by Sleep”. Das Spiel folgt den gleichen Prinzipien wie die anderen Iterationen der Serie und mischt Gameplay-Elemente aus der Final Fantasy-Serie mit Charakteren und Locations von Disney, darunter auch Mickey Mouse.

Basierend auf dem gleichnamigen Cartoon ist „Marvel Super Hero Squad: The Infinity Gauntlet“ von Griptonite unter der Leitung von THQ ein kooperatives Action-Adventure, bei dem die Spieler die Kontrolle über ihre Lieblingshelden übernehmen können, darunter Iron Man, Thor, Hulk, Spider-Man, Wolverine und viele andere klassische Marvel-Helden und -Schurken. Hamill spricht die Rolle des Red Skull. Das Spiel wurde 2011 auch für die Wii unter dem Namen „Marvel Super Hero Squad: Comic Combat“ veröffentlicht.

2015

„LEGO Dimensions“ ist ein Multi-Franchise Toys-to-Life-Spiel von Travellers Tales, vertrieben durch Warner Bros. mit Charakteren von 14 lizenzierten Franchises. Die käuflich erwerbbaren Figuren werden über ein USB-Portal mit dem Spiel verbunden. Das Spiel enthält Elemente aus der Mittelerde-Franchise, dem LEGO Movie, DC Comics, The Wizard of Oz, den Simpsons, Zurück in die Zukunft, Scooby-Doo, Doctor Who, Portal 2, The Midway Arcade Franchise, LEGO Legends of Chima, LEGO Ninjago, Ghostbusters und Jurassic World. Wie sollte es anders sein, hören wir Hamill hier in der Rolle als Evil Guy.

2016

Im 2016er Reboot des X4 Spiels „Master of Orion“ vertont Hamill den Imperator der Rasse der Alkari. „Master of Orion: Conquer the Stars“ wurde von NGD Studios entwickelt und durch Wargaming Labs vertrieben und ist ein rundenbasiertes Strategiespiel in einem Science Fiction-Setting.

Im Reboot Master of Orion spricht Hamill den Imperator der Alkari. © Wargaming

Im Reboot Master of Orion spricht Hamill den Imperator der Alkari. © Wargaming

Im futuristischen Hack & Slay mit RPG-Elementen, „Let it Die“ von Grasshopper Manufacture (Publisher GungHo Online Entertainment America) ist Hamill als Erzähler zu hören. „LEGO Marvel Avengers“ ist hingegen ein Spin-off der erfolgreichen LEGO Marvel Super Heroes, die sich auf die Geschichte der Filme des Marvel Cinematic Universe konzentrieren. Das Spiel deckt die Ereignisse des Film Universums bis hin zu „Avengers: Age of Ultron“ ab und umfasst Inhalte aus „Captain America: The First Avenger“, „Avengers Assemble“, „Iron Man 3“ und „Thor 2“ sowie DLC-Pakete für „Ant-Man“ und „Marvel’s Agents of SHIELD“. Hamill leiht seine Stimme Arnim Zola, ein Nazi-Cyborg, der sich auf Biochemie und Genmanipulation versteht. True Story!

Nach den Erfahrungen als Nazi-Cyborg kehrt Mark Hamill in seine Paraderolle als Luke Skywalker in „LEGO The Force Awakens“ von zurück. Es ist das fünfte Spiel der LEGO Star Wars-Franchise entwickelt durch Tt Fusion unter Publisher Warner Bros. Interactive Entertainment. Die Geschichte basiert hauptsächlich auf dem Film „Star Wars: The Force Awakens“ von 2015, enthält aber auch zusätzliche Inhalte, die die Zeit zwischen „Return of the Jedi“ und „The Force Awakens“ überbrücken. Auf diese Weise können die Spieler die Erfahrungen von „The Force Awakens“ nachvollziehen, aber auch mit einer neuen Handlung zwischen den letzten Ereignissen der ursprünglichen Trilogie und den Fortsetzungen erleben. Das Gameplay ähnelt früheren LEGO Star Wars-Spielen, bei denen der Spieler in einem Universum voller Action, Plattformen und Rätseln sein Lichtschwert schwingen darf.

Mark Hamill als Joker in Videospielen

Mark Hamill scheint sich auch in der Welt der Videospiele in der Rolle des Jokers wohlzufühlen. In der SNES Version des 1994 erschienenen Plattformers/Beat’em’Up „The Adventures of Batman and Robin“ von Konami, spricht Hamill den Joker. Das Spiel basiert auf der 90er Jahre Zeichentrickserie mit der legendären Fledermaus und schickt Batman und Robin gegen seine berühmtesten Gegner. Viele der Situationen und Umgebungen der Levels basieren auf Episoden aus der Serie und die Grafiken des Spiels emulieren den Animations- und Zeichenstil der Show.

Als Stimme des Jokers taucht Hamill auch im gleichnamigen „Adventures of Batman and Robin“ von Entwickler Clockwork Tortoise (Publisher SEGA of America) auf, erstmals mit animierten Zwischensequenzen. Ein großer Teil des 3D-Spiels verbringen wir hinter dem Steuer des Batmobils. Es gibt auch Level, in denen Batman Luftangriffe mit dem Batwing durchführen muss. Zwischen den Levels erhält der Spieler eine Reihe von Zwischensequenzen, die fast eine ganze exklusive Episode von „Batman: The Animated Series“ umfassen, auf der das Spiel basiert.

Im Jahre 2001 dürfen wir Hamills Stimme als Joker (und Dr. Isaac Evers) in dem 3D-Action-Titel „Batman: Vengeance“ von Ubisoft genießen, wobei der Titel mehr auf der Zeichentrickserie als auf den Comics oder den Filmen basiert. Wir stellen uns dabei als schwarzer Ritter Feinden wie z.B. Mr. Freeze, Poison Ivy, Harley Quinn und eben dem Joker, um sie ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Weitere Auftritte als Joker hat Mark Hamill in Teilen der „Batman: Arkham“ Reihe, in denen der Spieler als Batman seinen ärgsten Feinden gegenübersteht und sie mit einer Kombination aus Tarnung, Detektivarbeit und Kämpfen zur Strecke bringen muss. Hamill spricht den Joker in „Batman: Arkham Asylum“ von 2009, in „Batman: Arkham City“ sowie im Spin Off „Batman: Arkham City Lockdown“ von 2011, in „Batman: Arkham Knight“ von 2015 und auch in der VR Umsetzung „Batman: Arkham VR“ von 2016.

Auch in DC „Universe Online“ von 2011 und dem Add On „DC Universe Online: The Last Laugh“ leiht Hamill dem Joker seine Stimme. Im Action-MMO im DC Universe versucht der Spieler gemeinsam mit oder gegen andere Spieler eine apokalyptische Bedrohung durch Brainiac abzuwenden. Beim Start eines Charakters können wir wählen, ob wir Held oder Bösewicht sein wollen, wobei sich der Ton und einige Aspekte der Missionen dementsprechend ändern. Als nächstes wählen wir einen Mentor – Superman, Batman oder Wonder Woman für Helden und Lex Luthor, The Joker oder Circe für Schurken. Obwohl die Spieler Missionen von vielen verschiedenen DC-Charakteren annehmen, überwacht dieser Mentor den Gesamtfortschritt bis zum Level-Cap.

Mark Hamill und die Wing Commander Saga

1994 können wir Mark Hamill in seiner Rolle als Colonel Blair in der mittlerweile dritten Fortsetzung des Computerspiel-Klassikers Wing Commander („Wing Commander III – The Heart of the Tiger“) bestaunen. Wing Commander III, ebenso wie Wing Commander IV und V werden von ORIGIN Systems entwickelt und von Electronic Arts veröffentlicht. Dabei wird wieder auf den bekannten Mix aus Weltraumschlachten und filmischem Storytelling gesetzt, wobei in der dritten Installation der Serie SVGA-Grafik, texturierte Polygone und echte Hollywood-Schauspieler die Rechner zum Schwitzen bringen. Wing Commander III gilt auch als das Spiel, welches die Verbreitung der CD-ROM als Medium für Computerspiele vorangetrieben hat.

„Space Marshal Tolwyn glaubt, dass unser Sieg über die Kilrathi ein Glücksfall war. Das unsere Rasse aufgewertet werden muss. Konstruiert. Wenn ein paar Milliarden auf dem Weg dahin sterben, waren sie es wohl sowieso nicht wert. Warum können wir nicht wie die Kilrathi sein? Süchtig nach Konflikten, der einzige Sinn des Lebens im Tod liegend? Sagen Sie es uns allen, Admiral! Ist das der Preis der Freiheit?“ Fans der Wing Commander Reihe werden dieses unheimlich aktuelle Zitat direkt Colonel Christopher Blair zuordnen können, der 1996 in der nun vierten Fortsetzung von „Wing Commander: The Price of Freedom“ wieder von Mark Hamill verkörpert wird.

Eine der bekanntesten Rollen Mark Hamills in Videospielen ist die von Colonel Blair in Wing Commander. © Origin Systems / Electronic Arts

Eine der bekanntesten Rollen Mark Hamills in Videospielen ist die von Colonel Blair in Wing Commander. © Origin Systems / Electronic Arts

Am Anfang des Spiels wird Major Todd „Maniac“ Marshall von Admiral Tolwyn damit beauftragt, den mittlerweile als Farmer lebenden Colonel Christopher „Maverick“ Blair aus seinem Vorruhestand von einem Wüstenplaneten in den aktiven Flugdienst zurückzuholen. Offenbar sind Wüstenplaneten und ein abgeschiedenes Dasein als Farmer eine Konstante in Science Fiction-Geschichten, zumindest wenn Mark Hamill beteiligt ist. Er und Maniac werden auf die „TCS Lexington“ versetzt, um den drohenden Konflikt der Föderation mit den Grenzwelten abzuwenden. In Wing Commander IV erleben wir die übliche Mischung aus Weltraumsimulation und interaktivem Film, wobei das Spieldesign dynamische Missionsketten beinhaltet. Die Handlungen und der Erfolg des Spielers beeinflussen die nächsten Missionen die Missionsziele können sich während des Fluges dynamisch anpassen.

Erwähnenswert ist zudem die 13 Folgen umfassende, animierte TV Serie „Wing Commander Academy“, in der Hamill Colonel Blair vertont. Das letzte Mal, dass wir Mark Hamill in der Rolle als Christopher Blair sehen können, ist auch zugleich der letzte Teil der Wing Commander Reihe. In „Wing Commander V: Prophecy“ spielen wir aber nicht den mittlerweile zum Commodore beförderten Christopher Blair, sondern Lance Casey einen jungen Piloten der nach einem Hilferuf von überlebenden Kilrathi auf eine neue außerirdische Bedrohung trifft. Am eigentlichen Spielprinzip ändert sich jedoch nichts.

Mark Hamill in Squadron 42

Squadron 42“ (oder das inoffizielle Wing Commander VI, wie manche Nostalgiker die Einzelspielerkampagne von Star Citizen nennen) kann mit einer Reihe von Top-Schauspielern aufwarten, darunter Mark Hamill als Steve “Old Man”Colton. Da CIG die neuste Technik hinsichtlich Motion Capturing und der Darstellung von Gesichtern verwendet, kann mit Fug und Recht von einer Verkörperung gesprochen werden. Einen ersten Eindruck davon erhalten wir in der Dezember-Demo zu Squadron 42. Wir warten alle gespannt auf den Release des Spiels, das FPS-Action mit einer ambitionierten Weltraumsimulation verbindet.

In Squadron 42 ist Steve Colton Mitglied der UEE Navy (United Empire of Earth). Er ist der 5. Flotte zugeteilt und dient als Fluglehrer, der den Rang eines Lieutenant Commander an Bord der UEES Stanton innehat. Sein Spitzname “Old Man” hat seinen Ursprung in seiner ersten Mission. Während die gesamte Besatzung seines Schiffes getötet wurde, überlebte Colton.

“Für die, die ihn kennen, ist Old Man eine Institution der UEE Navy. Im Laufe seiner Karriere hat er jede Art von Schiff geflogen, auf jeder Art von Mission. Er hat alles gesehen und es macht ihn zu einem unglaublichen Lehrer für Nachwuchspiloten. Leider ist er nicht sehr sozial. Er lehrt weniger, als das er seine Rekruten ‚in Form hämmert‘. Nach allem, was man hört, sollte Old Man in der Befehlskette viel höher stehen, aber seine Offenheit und seine Weigerung, Kritik abzumildern oder zu zensieren, haben genug Leute auf die falsche Art und Weise kennengelernt, um das zu verhindern, was eine vielversprechende Karriere hätte sein können. Davon abgesehen ist Old Man ein Anhänger der Marine und wofür sie steht. Er ist ziemlich selbstlos und bereit, sich etwas hinzugeben, das größer ist als er selbst. Old Man hat darüber hinaus auch eine sehr klare Vorstellung von richtig und falsch. Er glaubt an Gerechtigkeit: Während das System unzuverlässig ist, ist die Idee richtig und etwas, das die Menschheit anstreben muss.“ (Quelle)

Fazit

Mit dem bisherigen Leben und Schaffen von Mark Hamill sehen wir, wie vielschichtig Menschen sein können, wenn man einen zweiten Blick riskiert. Uns war nicht bewusst, wie umfassend Mark Hamills Arbeit als Synchronsprecher und Darsteller im Bereich Comics und der Videospieleindustrie ist. Vom Lichtschwert schwingenden Jedi bis zum Cyborg-Nazi und unsterblichen Yeti glänzt Hamill in nahezu allen Rollen und wir freuen uns auf die Interpretationen bekannter oder neuer Charaktere, die er in den nächsten Jahren hoffentlich noch spielen wird. Ganz besonders freuen wir uns auf unsere Rolle an seiner virtuellen Seite in Squadron 42.

Gab es in diesem Artikel einige Überraschungen für euch oder kanntet ihr Hamills Arbeit schon in- und auswendig? Schreibt es uns in die Kommentare.

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Markus
39 Jahre alt, Vater von 2 wunderbaren Töchtern, Ehemann der besten Frau der Welt und Gamer seit 27 Jahren. Ich hoffe auf tolle Diskussionen und wünsche Euch viel Spaß!


8 Kommentare

  1. stolpi

    Whow…langer Bericht…muß ich mir heute Abend genauer angsehen, jetzt leider keine Zeit. Sieht aber schon mal sehr gut aus. 🙂

    Viele Grüße,
    stolpi

    PS:
    Was ist bzw. wo ist das Forum hin?

  2. Himmselbuster

    Sehr schöner Artikel! Vieles habe ich noch nicht gewusst, danke!
    Allerdings muss es “Metalocalypse” heißen! 😉 Diese Serie kann ich übrigens allen Metalfans mit Sinn für tiefschwarzen Humor empfehlen!

  3. Ben

    @Himmselbuster: Fehlendes “a” hinzugefügt. 😉

    @stolpi: Das Forum verursachte Konflikte und da ich aktuell keinen ständigen Webmaster habe und selbst nicht die Zeit, mich da reinzufuchsen, musste ich es offline nehmen.

  4. Himmselbuster

    @Ben: Ein “a” alleine reicht aber nicht! 😉

  5. Ben

    @Himmselbuster: Hmpf. Jetzt aber.

  6. stolpi

    @Ben

    was muß ich tun? Habe zwar keine Ahnung aber vielleicht kann ich ja doch helfen. 😉

    Btw:
    Würde gerne den StartGuide irdendwie wieder Online bekommen (hatte den oft verlinkt), wäre das auch als “Artikel” möglich solange das Forum “off” ist? Würde den natürlich auch Up-to Date halten.

    Viele Grüße,
    stolpi

  7. Ben

    Ich habe eh einen Einsteigerguide geplant. Schick mir doch einfach deine Vorlage per Email, und ich baue die Infos dann mit ein. ~ Ben

  8. stolpi

    Gute Idee, ich gucke mal wo ich den Text habe und aktualisiere den Inhalt, die Sparpakete gibt es ja nicht mehr und die Key Bindings müsste man auch auf den neusten Stand bringen.
    Vielleicht sollte man auch eine kleine Unterteilung machen, Einsteiger/kurz gehalten mit den absolut notwendigsten und für Fortgeschrittene mit mehr Details usw.

    Viele Grüße,
    stolpi

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Christopher „Chris“ Roberts wurde am 27. Mai 1968 in Redwood City, Kalifornien (USA), geboren.

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