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Star Citizen: CIG besteht weiter auf Abweisung von Cryteks Klage

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Star Citizen: CIG besteht weiter auf Abweisung von Cryteks Klage
Lesezeit: ca. 2 min  

Antwort-Ping-Pong vor Gericht: Cloud Imperium Games antwortet auf Cryteks Antwort. Ist das genug um das Verfahren zu vermeiden?

Weiter geht es im Streit zwischen Engine-Entwickler Crytek und den Star Citizen-Machern Cloud Imperium Games. Die Streitpunkte liegen hauptsächlich in der Auffassung der Lizenzvereinbarung (GLA; Game License Agreement) und einigen darin enthaltenen Begriffen. CIG antwortet jetzt mit Nachdruck auf die Antwort Cryteks auf den ursprünglichen Klageabweisungs-Antrag.

Deutliche Worte seitens CIG

Wirklich neue Informationen lassen sich in dem Schreiben nicht finden, allerdings wurden die laut Crytek versprochenen Bugfixes erstmals erwähnt. CIG habe Crytek diesbezüglich ein Angebot gemacht, das jedoch ignoriert wurde. Ansonsten halten sich die Rechtsvertreter der Star Citizen-Entwickler bei ihren Formulierungen nicht zurück. “Run-of-the-mill breach of contract claim” (zu Deutsch: “08/15-Klage auf Vertragsbruch) nennen die Anwälte Cryteks Rechtsbegehren.

CIG scheint sich verteidigen zu können - bleibt Crytek am Ball?

CIG scheint sich verteidigen zu können – bleibt Crytek am Ball?

Desweiteren wehrt man sich vehement gegen den Vorwurf der Urheberrechtsverletzung sowie Cryteks Schadensersatz-Forderungen. Ebenfalls Gegenstand der CIG-Defensive ist die Exklusivitätsklausel. CIG argumentiert, dass bei Anwendung der Crytek-Interpretation (Crytek behauptet, CIG dürfe ausschließlich die CryEngine verwenden), CIG selbst dann zur Nutzung der CryEngine verpfichtet sei, wenn sie der Auffassung wären, das Crytek untergehe. Das sei absurd. Ein Seitenhieb auf den finanziellen Zustand des Engine-Herstellers.

“Starke Antwort” laut Anwalt Leonard French

Erneut wurde das Dokument vom Urheberrechtsanwalt Leonard French live auf Twitch kommentiert und eingeschätzt. Vor allem enthalte die gerichtliche Mitteilung sehr gute Formulierungen und triftige Gründe das Verfahren abzuwenden. Dies ist seiner Meinung nach allerdings noch kein Sieg für CIG, denn trotz überzeugender Argumente bleiben einige Details ungeklärt. Ein Richter könnte daher einige Klagepunkte abweisen, andere aber in einer zweiten Klageschrift von Crytek zulassen.

Situation nahezu unverändert

Auf Cryteks Vorwürfe reagiert CIG unnachgiebig: Interpretationsfragen im Lizenzvertrag sind aus Sicht der Star Citizen-Anwälte eindeutig geklärt und der bisherige Standpunkt verdeutlicht. Es bleibt abzuwarten, was im Gericht am 9. Februar passiert und ob Crytek bis dahin erneut Stellung nimmt. Weitere Informationen zum Verlauf der Klage liegen uns derzeit nicht vor.

Falls euch solche Rechtsstreitigkeiten eher nerven und ihr euch mehr für CIGs Pläne für Star Citizen & Squadron 42 interessiert, dann lest unseren ausführlichen, verlinkten Artikel.

Denkt ihr das Verfahren geht vor Gericht? Oder kann Cloud Imperium Games die Klageabweisung erreichen? Jeder ist eingeladen in den Kommentaren mit uns zu diskutieren.

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8 Kommentare

  1. stolpi

    Ich hatte es auch schon im GS Beitrag geschrieben…ganz egal wie es ausgeht…die Tage von Crytek sind gezählt. Kein Unternehmen oder Firma wird sich an so eine Firma binden wollen, da ist sämtliches Vertrauen was dazu nötig wäre, verspielt.

    Schade um die Firma und die Leute da die auch nur ihre Familien ernähren woll(t)en. Ein paar sind ja nach CIG abgewandert aber viele dürfen sich vielleicht schon bald nach neuen Tätigkeiten umschauen, nicht schön.

    Viele Grüße,
    stolpi

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  2. Nitron

    In der Tat traurig, besonders da Crytek ursprünglich von EA in den Mist geritten wurde. Mit dem “Neuanfang” mit CE5 und den VR-Titeln war wohl nichts. Dafür war die Engine zu alt und läuft ja fast unabhängig und für VR kam man zur falschen Zeit. Immerhin haben wir dadurch gute Devs bei Foundry 42. Ein Rückschlag für die deutsche Spielebranche ist es dennoch. Retten würde Crytek auch ein wenig Geld aus der Klage nicht – ganz abgesehen vom irreparablen Rufschaden.

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  3. Ben

    Nun ja, wer entwickelt denn heute noch mit der CryEngine? Entweder nutzen die Publisher / Entwickler ihre eigenen Engines, oder UE4 bzw. Unity. Von daher würde es mich auch nicht überraschen, dass Crytek mit der Klage eigentlich nur versucht, Hinweise oder sogar expliziten Code der SC-Engine zu sehen zu bekommen, um auf diese Weise zu profitieren.

    Allerdings würde ich mich als Entwickler auch nicht an einen Engine-Hersteller binden, der seine Kunden sogar mit ziemlich dünnen Argumenten verklagt, wenn ihm danach ist. Und dazu kommen ja noch die internen Querelen um unbezahlte Arbeitszeit etc. Sieht erstmal nicht so gut aus für Crytek, da stimme ich zu.

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    • stolpi
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  4. Riddler

    Naja, wer entwickelt noch mit CryEngine.. Laut Wikipedia sind letztes Jahr 9 Spiele veröffentlicht worden, die auf die CryEngine gesetzt haben. Weitere 22 Spiele befinden sich derzeit noch in Entwicklung. Das bekannteste davon dürfte noch Kingdom Come: Deliverance sein. Klar, das ist wenig im Vergleich mit anderen Engines, aber es gibt halt doch ein paar^^
    Interessant ist, dass davon die meisten immer noch mit der CryEngine 3 arbeiten. Version 5 wird kaum genutzt.

    Aber seit Amazon mit Lumberyard am Markt ist, dürfte eigentlich kaum noch jemand die CryEngine für ein neues Projekt nutzen wollen. Immerhin wird Lumberyard aktiv weiterentwickelt und ist zudem vollkommen kostenlos nutzbar. Selbst wenn man die AWS-Services nicht in Anspruch nimmt, weil man ein Singleplayer-Spiel macht. Und dahinter steht ein Unternehmen, welches nicht alle 2 Jahre vor der Pleite steht 😉

    Was das Verfahren angeht.. es sieht ja momentan nach einer ziemlichen Klatsche für Crytek aus. CIG’s Interpretation des Vertrags ist eigentlich für jeden logisch nachvollziehbar, während man bei Crytek schon ziemliche Verrenkungen im Gehirn machen muss, um das nachzuvollziehen 😀

    Und selbst der Punkt mit den Bugfixes und der angeblichen Weitergabe von Code an Drittanbieter kann ja offenbar von CIG entkräftet werden. Wenn das stimmt, hat Crytek doch keine Chance hier Land zu sehen. Am Ende bleibt Crytek nur auf den Kosten für Anwälte und Verfahren sitzen und sind noch ärmer als ohnehin schon 😀

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  5. Ben

    “CIG’s Interpretation des Vertrags ist eigentlich für jeden logisch nachvollziehbar, während man bei Crytek schon ziemliche Verrenkungen im Gehirn machen muss, um das nachzuvollziehen.”

    Beste Voraussetzungen für eine langwierige, teure Klage mit absurder Jury-Entscheidung vor einem amerikanischen Gericht. 😀

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  6. Riddler

    Gut, das stimmt natürlich 😀
    Ich kann aber irgendwie nicht glauben, dass solche vertragsrechtlichen Zivil-Prozesse dem Urteil einer Jury überlassen werden. Ist das wirklich so?

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  7. Ben

    Das ist meines Wissens nach so, eine Jury aus 10 Laien würde darüber entscheiden.

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  8. Tacryll

    Ich habe mal kurz dazu recherchiert. Aufgrund der Komplexität des Themas passt das nicht mehr in die Kommentarspalte hier. Ich würde vorschlagen wir verlagern die Rechtsdiskussion daher ins Forum:
    https://www.space4games.com/forums/topic/crytek-vs-cig/

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Ferron I Nr. 472

Uninteressanter Zwergenplanet ohne Resourcen. Besitzt aber ein sehr ungewöhnliches Magnetfeld.

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