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Star Citizen: Die neue Treibstoffmechanik im Detail

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Ausführlicher Guide zur geplanten Treibstoff-Mechanik in Star Citizen.

Mit der Einführung der Origin 100i kündigte Star Citizen-Entwickler Cloud Imperium Games eine Überarbeitung der Treibstoffmechanik im Spiel an. Wie soll das Auftanken im Spiel funktionieren?

Die Starfarer ist eines der größten Schiffe, die aktuell in der Alpha des anbitionierten Weltraumspiels Star Citizen geflogen werden können. Allerdings kann sie ihren Job (abseits von ein wenig Frachtschubserei) noch gar nicht machen: Die Starfarer ist nämlich eigentlich ein Tankschiff und soll Treibstoff aus Gasen aus dem All raffinieren, sowie andere Raumschiffe auftanken.

Zwar wird das Auftanken voraussichtlich erst mit Update 3.3 ins Spiel kommen, aber im Rahmen der Vorstellung der neuen 100i-Serie von Origin hat Entwickler Cloud Imperium Games (CIG) die künftige  Mechanik rund um Treibstoff und Auftanken schon mal detailliert beschrieben. Wir fassen das Ganze für euch übersichtlich zusammen.

Treibstoff und Auftanken in Update 3.1

In der aktuellen Alpha 3.1 von Star Citizen haben fast alle Schiffe einen Wasserstoff- und einen Quantumtreibstoff-Tank. Triebwerke und Schubdüsen nutzen den Wasserstoffvorrat im normalen Flug, der Quantumtreibstoff ist natürlich nur für die Quantum-Sprünge gedacht.

Außerdem sind aktuell fast alle Raumschiffe mit einem Treibstoffeinlass ausgerüstet: Treibstoff regeneriert sich automatisch, sobald das Schiff in Bewegung ist. Der Sprit wird zudem normalerweise schneller gesammelt, als er verbraucht wird. Ausnahmen: Die Verwendung von Boost oder Nachbrenner, sowie andauernde Manöver in der Planeten- bzw. Mond-Atmosphäre.

Die Triebwerksspur einer Gladius mit aktiviertem Nachbrenner.

Die Triebwerksspur einer Gladius mit aktiviertem Nachbrenner. © Cloud Imperium Games

Wir haben also aktuell in Update 3.1 theoretisch unbegrenzte Reichweite, zumindest im All und bei geringem Manövrier-Aufwand. Geht uns trotzdem mal der Sprit aus, müssen wir zu einer Cry-Astro Service-Station fliegen, ein paar Credits löhnen und können dann wieder mit vollen Tanks losziehen.

Gas-Aufnahme und Treibstoff-Raffinerien in Zukunft

Das soll natürlich nicht so bleiben, schließlich kommt mit Update 3.3 voraussichtlich das Auftanken als Berufszweig ins Spiel. Wenn wir unseren Sprit nicht verbrauchen, bleibt der Beruf witzlos, deshalb wird es in Zukunft einige signifikante Veränderungen geben. Viele Schiffe werden weiterhin Wasserstoff über die integrierte Treibstoffaufnahme sammeln können. Spezialisierte Schiffe wie die Starfarer oder die Vulcan können über Treibstoff-Raffinerien auch andere Gase aus Gasvorkommen extrahieren.

Gase sind überall im Weltall zu finden und variieren in Konzentration und Zusammensetzung. So wird es beispielsweise regelrechte Gaswolken im All geben, aus denen besonders viel Material gewonnen werden kann. Manchmal ist aber auch überhaupt nichts zu holen. Über den Treibstoffeinlass werden die Gase ins Schiff geleitet. Dabei wird bereits eine grundsätzliche Umwandlung von bestimmten Gasen (etwa Wasserstoff) zu Plasma vorgenommen. Allerdings ist diese Veredelung sehr rudimentär und nicht sonderlich effizient. Mit einer richtigen Treibstoff-Raffinerie lässt sich Gas nicht nur effizienter umwandeln, wir können auch entscheiden, welches Gas wir nutzen wollen.

Diagramm zur neuen Treibstoffmechanik

Diagramm zur kommenden Treibstoffmechanik in Star Citizen. © Cloud Imperium Games

Manche Gase (etwa Ammoniak, eine Mischung aus Stickstoff und Wasserstoff) sind höherwertig  und ergeben leistungsfähigeres Plasma. Allerdings ist das giftige Zeug sehr viel seltener als Wasserstoff – und dementsprechend teurer. Ein Starfarer-Pilot könnte also in einer Gaswolke entscheiden, Wasserstoff als Treibstoff zu verarbeiten und Ammoniak in einem anderen Tank zu speichern, um das Zeug später zu verticken.

Aber Achtung: Treibstofftanks können immer nur eine Sorte Plasma speichern und müssen für einen Plasma-Wechsel komplett entleert werden. Das soll wohl auch in den Tiefen des Weltalls gehen – wie sinnvoll das ist, lassen wir mal dahingestellt. Schiffe mit Raffinerie, aber nur einem Treibstofftank, müssen sich also gut überlegen, welche Gas-Variante sie zur Treibstoff-Herstellung verwenden wollen.

Raumschiffe, ihre Rollen und die Treibstoffnutzung

In Zukunft werden außerdem einige Schiffe die Fähigkeit Treibstoff aufzusammeln komplett verlieren. Bevor dieser Schritt von CIG gegangen werden kann, müssen aber zwei Dinge ins Spiel kommen, damit der Spielspaß nicht leidet: Die Möglichkeit Hilfe zu rufen und die Verfügbarkeit von Treibstoff an jedem Ort.

Mit Update 3.1 wurde Ersteres bereits umgesetzt. Über das neue Service Beacon-Feature können Spieler bereits Notsignale absetzen, andere Spieler können ihnen dann zu Hilfe kommen. Eine Erweiterung dieses Systems für Auftank-Aufträge soll mit den genannten Treibstoffmechaniken im September kommen.

Eines der größten Schiffe im aktuellen Update 3.1.2: Die MISC Starfarer ist ein vorrangig ein Tankschiff.

Eines der größten Schiffe in der Star Citizen-Alpha 3.1: Die MISC Starfarer ist vorrangig ein Tankschiff. © Cloud Imperium Games

Je nach Rolle eines Raumschiffes kommt es standardmäßig mit oder ohne Treibstoffaufnahme oder mit der Möglichkeit, ein passendes Modul nachzurüsten. Folgendermaßen haben sich die Entwickler die grundsätzlichen Rollen der Schiffe und ihre Treibstoffnutzung gedacht:

  • Kampf (Kurzstrecke)
    Diese Gruppe beinhaltet Träger-gestützte Schiffe wie die Anvil Hornet und Aegis Gladius. Diese Schiffe können keinen Treibstoff wiederherstellen bzw. produzieren.
  • Kampf (Langstrecke)
    Langstreckenjäger und -Bomber wie die Aegis Vanguard oder die Retaliator besitzen einen standardmäßig montierten Treibstoffeinlass, weil sie für lange Distanzen konzipiert sind.
  • Erkundung / Erforschung
    Diese Schiffe (beispielsweise die Terrapin) kommen auch mit Treibstoffeinlass, da sie oft weit entfernt von jeglicher Auftankmöglichkeit operieren.
  • Transport und Industrie
    Auch diese Rolle benötigt eine integrierte Treibstoffaufnahme. Meist handelt es sich hierbei um sehr große Schiffe und Transporter, etwa die Caterpillar.
  • Unterstützung
     Unterstützungsschiffe sind breit gefächert, müssen aber trotzdem oft lange Zeit in der Nähe anderer Schiffe oder einer Flotte fliegen, daher gibt es auch hier eine integrierte Treibstoffaufnahme. Der Weltraumtanker Starfarer oder daie Aegis Vulcan zählen unter diese Kategorie.
  • Wettkampf
    Trotz der eher geringen Größe der meisten Rennschiffe kommen einige (beispielsweise die MISC Razor) mit der Möglichkeit, Treibstoff zu regenerieren. Andere müssen das Fehlen einer Treibstoffanlage mit größeren Tanks kompensieren, beispielsweise die Origin M50.

Für einige Schiffe wird es die Option zum Treibstoff-sammeln geben, indem Module ausgerüstet werden. Während zum Beispiel die Origin 315p ein vorinstalliertes Modul besitzt, kann die 300i ein Modul nachrüsten.

Origin 100-Serie: Spezialisiertes Treibstoffsystem inklusive

Mit der 100i und ihren Schiffvarianten 125a und 135c sollen zudem Schiffe mit einzigartigem Treibstoffsystem ins Star Citizen-Universum. Alle drei Starterschiffe können mit dem sogenannten AIR-System, das aus einer verbesserten Treibstoffaufnahme und einer Raffinerie besteht, verschiedene Arten Gas verarbeiten, die andere ähnlich ausgerichtete Modelle nicht aufnehmen können. Die Treibstoff-Effizienz der 100-Serie ist besonders hoch und wird sogar als umweltfreundlich angepriesen.

Die Starterschiffe Origin 100i, 135c und 125a bilden den Einstieg zur Origin-Marke im Star Citizen-Universum.

Die Starterschiffe Origin 100i, 135c und 125a bilden den Einstieg zur Origin-Marke im Star Citizen-Universum. © Cloud Imperium Games

Zu einer vernünftigen Vorstellung von Treibstoffmechaniken gehört bei der Detailverliebtheit des Star Citizen-Universums natürlich auch ein bisschen Hintergrundwissen. In einem Lore-Post von Februar ging CIG auf die verschiedenen Betreiber von Tankstationen im All ein: Fuel Pump, Cry Astro Station und CTR. Lest in unserer Übersetzung dieses Beitrags, woher die Konzerne kommen und welche Ziele sie verfolgen.

Wie findet ihr die neue Treibstoffmechanik?  Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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Nitron
Star Citizen und Tech-/Space-Nerd || Hat das "Life is Strange Fanboy" von Chefred's Bio geklaut || Immer verfügbar für Fragen, Feedback und schlechte Witze.


4 Kommentare

  1. Antarius-Angel

    Also ich finde es ja interessant was CIC damit vor hat, aber stelle mir das auch sehr nervig vor. Besonders derzeit, wo nur wenige Spieler online sind die sich wirklich darum kümmern möchten.

  2. Ben

    Ich denke auch, für einen 50-Mann-Server wäre das nicht sehr praktisch. Mit dem Server Meshing in 3.4 sieht das dann aber schon anders aus.

  3. Himmselbuster

    CIG sollte endlich mal die physikalischen Grundlagen des Weltraumfluges beherzigen und diesen Quatsch vom WW2-Dogfight im Weltraum fallen lassen! Wenn ich mein Schiff (außerhalb des Quantumsprunges und der Gravitation eines Planeten) beschleunige, verbraucht es Sprit. Danach sollte es seine Geschwindigkeit auf Grund der Trägheit beibehalten ohne Kraftstoff zu verbrauchen. Dann könnte man im Weltraum auch endlich wieder Geschwindigkeiten erreichen, die den 1000 Jahren technischer Weiterentwicklung zum Weltkrieg gerecht werden!
    Und wenn wir schon bei den physikalischen Gegebenheiten im Weltraum sind: selbst in Nebeln und Gaswolken ist die Konzentration der einzelnen Moleküle so gering, dass wir immer noch vom Vakuum sprechen und man somit niemals genügend Treibstoff sammeln könnte, um damit sein Schiff anzutreiben. Die einzige plausible Erklärung wäre in meinen Augen, dass man in der Atmosphäre eines Planeten sammelt. 😉

  4. Ben

    “Danach sollte es seine Geschwindigkeit auf Grund der Trägheit beibehalten ohne Kraftstoff zu verbrauchen.”

    Tut es doch? Zumindest bei meinen Spielsessions behalte ich die Geschwindigkeit nach Verwendung des Boosters bei.

Dein Kommentar

Odin III Nr. 945

Der zweite Planet im Odin System, Odin III (die Einheimischen bestehen notorisch darauf das „The Belt“ der erste Planet des Systems ist und versuchen sogar den offiziellen Sternen Katalog dahingehend zu beeinflussen) ist eine weitere unbedeutende Tote Welt. Auch wenn Waffentests hier offiziell verboten sind, ist die Oberfläche zu Asche verbrannt und bis zur Unkenntlichkeit verstrahlt. Ein berühmtes Bild das während der „Save The Fossils“ Kampagne aus dem Orbit des Planeten aufgenommen wurde zeigt einen riesigen, glühenden, dreieckigen Einschlagkrater auf der Oberfläche. Allerdings leugnen Militärische Quellen das es eine Waffe gibt die solche Schäden auf einer Planetenoberfläche anrichten kann.

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