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Star Citizen: Update 3.2 veröffentlicht, Neues zu Squadron 42

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Der Tarnkappenbomber Aegis Eclipse im Formationsflug über Yela. © Cloud Imperium Games

Erneut hält Entwickler Cloud Imperium Games einen Termin ein: Update 3.2 ist seit gestern auf den öffentlichen Servern. Außerdem gab es ein Update zu Squadron 42.

Nachdem die Veröffentlichung von Update 3.1 im März auf den Tag genau erfolgte, stiegen die Erwartungen der Unterstützer an einen ebenfalls pünktlichen Release der nächsten Updates. Entwickler Cloud Imperium Games (CIG) verschob zwar im Folgeupdate zwei Features auf September (Network Bind Culling und Shooter-KI), alle anderen Inhalte machten es aber erneut pünktlich auf die Spielserver. Seit gestern ist Update 3.2 offiziell live.

Wir hatten schon seit einigen Tagen die Gelegenheit, die neuen Inhalte ausgiebig zu spielen und den Zustand der Star Citizen-Alpha unter die Lupe zu nehmen. Ist der Release ein Erfolg oder braucht es noch erhebliche Nacharbeit seitens der Entwickler? Und was ist mit Neuigkeiten zu Squadron 42? Wir haben die Antworten.

Neue Raumschiffe und ein neuer Beruf

Update 3.2 bringt neben den neuen Schiffen Eclipse (Stealth-Bomber), 600i (Luxus-Explorer), Hurricane (schweres Kampfschiff) und Blade (leichtes Alien-Kampfschiff) auch eine Überarbeitung der Avenger-Serie. Darüber hinaus wurden die Gruppenspiel-Features verbessert. Die volle Anzahl von 50 Spielern auf dem Server kann nun gemeinsam in einer Gruppe durch das Spieluniversum reisen. Beispielsweise ist es nun möglich, dass eine Gruppe zusammen per Quantum-Sprung reist – ein beeindruckender Anblick.

Neben weiteren Verbesserungen an der NPC-Schiffs-KI und verschiedenen neuen, prozedural generierten Missionen (unter anderem Zerstörungsmissionen für Objekte im Weltraum), ist aber der neue Bergbau-Beruf das Prunkstück des Updates. Wer eine Prospector besitzt (oder sie als Leihschiff für die Drake Vulture bekommen hat), kann seinen Lebensunterhalt im Spiel mit der Gewinnung von seltenen Ressourcen aus Felsbrocken auf Monden bestreiten.

Die Prospector wurde übrigens wieder dem Pledge Store auf der offiziellen Seite hinzugefügt.

Mining & Item-Kiosks

Gerade dieses neue Feature sorgt für langfristig motivierende Beschäftigung. Das ebenfalls neu ins Spiel integrierte Scanning wird benötigt, um abbaubare Ressourcenquellen zu finden. Dann können wir über einen Detailscan feststellen, welche Materialien im Gestein vorhanden sind. Über ein ausgeklügeltes Energie-Managementsystem müssen wir mit dem Mining-Laser den „Sweet Spot“ finden und halten, der dafür sorgt, dass der Felsen kontrolliert auseinander bricht.

Die Bruchstücke bringen wir danach über einen Extraktionsmechanismus in die Container der Prospector. Ist die maximale Ladekapazität erreicht, fliegen wir nach Port Olisar, Grim HEX oder Levski und verkaufen an einer der neuen Trading-Konsolen die gewonnenen Ressourcen.

Mit Mining ist neben Handel die zweite richtige Profession in die Star Citizen-Alpha gekommen. © Cloud Imperium Games / Mr. Hasgaha

Mit Mining ist neben Handel die zweite richtige Profession in die Star Citizen-Alpha gekommen. © Cloud Imperium Games / Shot by Mr. Hasgaha  (flickr.com/photos/hasgaha/)

Mit dem verdienten Geld dürfen wir an den neuen Kiosks in den Geschäften der Stationen und Landezonen eine ganze Reihe neuer Gegenstände für unseren Charakter und unsere Schiffe einkaufen. Diese Items erweitern die Gegenstände, die in den Shops ausgestellt sind. Darunter befinden sich unter anderem Waffen für Schiffe, aber auch neue Schiffskomponenten, mit denen wir unsere Schiffe modifizieren können.

Performance: Live-FPS unter den Werten auf dem Testserver

Bleibt die große Frage: Wie ist denn die Performance von Alpha 3.2? Auf dem öffentlichen Testserver (PTU) war die Performance selbst bei vollen Servern teilweise richtig gut und fast immer im durchschnittlichen Bereich von 25-30 FPS. Zwar gab es nach einigen Patches Stabilitätsprobleme und regelmäßige Verbindungsabbrüche zum Server, aber die wurden relativ schnell behoben und wir konnten in vielen Fällen lange Spielsessions verzeichnen, ohne dass es Probleme gab.

Bugs waren gleichwohl an der Tagesordnung und je nach gewähltem Schiff mehr oder weniger störend (beispielsweise wenn das neue Aufladen der Quantum-Triebwerke über Taste „B“ nicht auslösen wollte).

Auf den Live-Servern zeigt sich allerdings ein etwas anderes Bild, was die Performance direkt nach Release von Update 3.2 angeht. Die durchschnittliche Bildrate liegt hier rund 5-10 FPS unter der des PTU. Die Spielbarkeit ist zwar definitiv gegeben, und auch einen längeren Dogfight konnten wir mit diesen Bildraten bestreiten, allerdings kommt die aktuelle Live-Version noch nicht an die Testserver-Performance heran. Wir erwarten aber ähnlich wie bei Update 3.1 noch diverse Patches (server- und clientseitig), die weitere Verbesserungen bringen.

In einem ersten Alpha-Fazit lässt sich festhalten, dass sich Star Citizen auf einem guten Weg befindet. Sowohl inhaltlich als auch technisch verbessert sich das Spiel deutlich und vor allem die Einführung des Bergbau-Berufs zeigt, dass die Entwickler es verstehen, nicht nur tolle Weltraumpanoramen und hübsche Raumschiffe zu basteln, sondern auch motivierendes und durchdachtes Gameplay. Update 3.2 zeigt deutlich, dass sich Star Citizen jetzt in einem regelmäßigen Rhythmus weiterentwickelt und immer mehr zu einem kompletten Spiel wird.

Roberts: “Object Container Streaming ist ein Muss”

Die Performance bleibt allerdings eine Baustelle. Die Hoffnungen der Unterstützer ruhen dabei vor allem auf Update 3.3, in dem mit Object Container Streaming (OBS) und Network Bind Culling sowie weiteren Performance-Technologien ein riesiger Schritt getan werden soll. Da Chris Roberts in der letzten Folge von „Reverse the Verse“ klargestellt hat, dass (OBS) eine essenzielle Technologie („Es ist ein Muss!“) ist, um weitere Monde und Planeten einzuführen (Hurston soll mit Update 3.3 im September kommen), wird nun sehr viel davon abhängen, ob CIG diese Technologie bis Ende September in einen funktionsfähigen Zustand versetzen kann.

Die Fortschritte an dieser Technologie sind auf der offiziellen Roadmap gut abzulesen und teilweise schon recht weit fortgeschritten.

Trotzdem bleibt es spannend: Wird CIG auch diesen „größten Release des Jahres“ (O-Ton Chris Roberts) nicht nur pünktlich, sondern auch mit möglichst vielen geplanten Features schaffen? Roberts warnte bereits vor, dass sich die Planungen durchaus ändern können und einige Inhalte aus Update 3.3 verschoben werden. Schafft CIG beispielsweise die Fertigstellung von OBS nicht bis September, werden wir höchstwahrscheinlich auch keine neuen Monde und auch nicht den Planeten Hurston bekommen. Das hoffen wir natürlich nicht und drücken den Entwicklern die Daumen, dass alles nach Plan verläuft.

Wenn ihr euch über die Object Container Streaming-Technologie noch etwas mehr informieren und wissen wollt, wie zuversichtlich die Entwickler sind, dass sie OBS richtig hinbekommen, empfehlen wir euch unseren Artikel „Konsequent nach Plan“. Dafür haben wir mit den Entwicklern selbst gesprochen und ihre Einschätzungen gesammelt.

Squadron 42: Updates zur Technik

In dieser Woche gab es dann auch wieder ein Update zu Squadron 42, der Einzelspielerkampagne von Star Citizen. Die fliegt ziemlich weit unter dem Radar, selbst mit den monatlichen Informationsbröckchen, die uns CIG in den AtV-Shows vorwirft. Wie auch in der aktuellen Folge deutlich wird, liegt das nicht daran, dass CIG nichts zu zeigen hat: Es ist offenbar ziemlich schwierig, Dinge zu zeigen, ohne zu spoilern.

Trotzdem bekommen wir einen kurzen, neuen Eindruck der Dinge, an denen das Squadron 42-Team derzeit arbeitet. Dabei geht es derzeit vor allem um Verbesserungen und Verfeinerungen von technischen Vorgängen. Man kann (!) das als Indiz dafür sehen, dass die erste Episode von Squadron 42 gute Fortschritte macht.

Die Flüssigkeit der Animationen bei Bewegungswechseln wird derzeit verfeinert. © Cloud Imperium Games

Die Flüssigkeit der Animationen bei Bewegungswechseln wird derzeit verfeinert. © Cloud Imperium Games

Dazu gehört beispielsweise die Feinarbeit an den Übergängen zwischen Animationen und Stillstand von Charakteren. Der Spieler soll eine vollkommen flüssige Erfahrung haben und jederzeit das Gefühl, den Charakter komplett zu kontrollieren. Zu diesem Zweck werden auch die bereits entwickelten Mechaniken für Springen oder in Deckung gehen noch einmal verbessert und weiter ausgearbeitet. Sowohl in der First Person-Perspektive als auch in der Third Person-Ansicht soll es sich gut anfühlen und gut aussehen.

In diesen Bereich gehören auch die Animationen für NPCs, die untätig sind bzw. auf eine Reaktion des Spielers warten (der sogenannte „Idle“-Modus). NPCs sollen immer die am besten passende Idle-Animation wählen, beispielsweise während ein Spieler eine Dialogoption auswählt.

Prozedurale Systeme & Alien-Raketenwerfer

Besonders zufrieden zeigen sich die CIG-Mitarbeiter mit dem Fortschritt am prozeduralen System für die Inspektion und die Handhabung von Objekten. Dabei geht es um die Art und Weise, wie die Hand des Charakters mit dem zu greifenden Objekt interagiert. CIG strebt eine möglichst realistische Darstellung an und entwickelt dafür ein prozedurales System, das einerseits das gewünschte Ergebnis der Darstellung liefert, andererseits aber verhindert, dass sich andere Körperteile (beispielsweise der Arm) dabei völlig verdrehen oder anderweitig unrealistisch dargestellt werden.

Waffen in Nahaufnahme: Die Details sowie das Zubehör sollen wir in direkt an der Waffe inspizieren dürfen. © Cloud Imperium Games

Waffen in Nahaufnahme: Die Details sowie das Zubehör sollen wir in direkt an der Waffe inspizieren dürfen. © Cloud Imperium Games

Das umfasst auch das Inspektions-System, bei dem Spieler in der Lage sein sollen, Gegenstände und Waffen von allen Seiten genau begutachten zu können. Das soll unter anderem dem Zubehör-System zugutekommen, bei dem wir beispielsweise Zielfernrohre, Griffe oder andere Module an unsere Waffen anbringen können.

Neben einem Alien-Raketenwerfer zeigen die Entwickler auch eine neue Methode, wie sie im Spiel die Zerstörung von Wänden oder Raumschiffhüllen darstellen möchten. Dabei arbeiten sie vor allem an einer Methode, die nicht so ressourcenintensiv ist. Passend dazu zeigt CIG weitere Fortschritte an der ebenfalls prozeduralen Generierung von Schrott- und Müllansammlungen im Spiel. Wo wir gerade über Müll reden: Die fiesen Vanduul-Aliens werden ebenfalls kurz angesprochen, allerdings nicht in bewegten Bildern. Die Entwickler arbeiten an aktuell an deren Ausrüstung und ihren Waffen – darunter beispielsweise ein ziemlich cooler Energiespeer.

Roberts: „Squadron 42 kommt nicht in diesem Jahr“

Stellt sich auch hier die Frage: Wann werden wir Squadron 42 endlich selbst spielen können? Wie wir schon mehrfach in unseren Artikeln vorausgesagt haben, wird das auf keinen Fall dieses Jahr der Fall sein. CEO Chris Roberts bestätigte das in Reverse the Verse nun explizit. Angesichts des stetigen Fortschritts, den CIG mit Star Citizen macht, sind wir geneigt, der Entwicklung der Einzelspielerkampagne so viel Zeit zu geben, wie die Entwickler glauben, dass sie brauchen. Eine Roadmap für Squadron 42 wird es außerdem erst geben, wenn sich die Entwicklung auf das Ende zubewegt. Wie Roberts erklärte, will das Produktionsteam weder zu viel zu früh verraten, noch möchten sie sich dadurch angreifbar machen, dass sie Dinge in die Roadmap schreiben, die sich am Ende vielleicht doch noch ändern.

Das war das News-Update für diese Woche im Star Citizen-Universum. Wenn ihr bereits Unterstützer der Entwicklung seid, dann könnt ihr ab sofort Update 3.2 selbst ausprobieren. In Kürze folgen auf SPACE4GAMES entsprechende Guides, unter anderem zum Bergbau. Wer sich zwischenzeitlich die Zeit lieber mit Lesen vertreiben will, dem empfehlen wir unseren Artikel über das Leben und Wirken von Hollywood-Schauspieler Marc Hamill, der in Squadron 42 die Rolle von Lieutenant Commander Steve „Old Man“ Colton übernimmt.

Habt ihr Update 3.2 bereits angespielt? Wie läuft es bei euch und hat es euch gefallen? Was sagt ihr zu Mining? Und wie findet ihr es, dass Squadron 42 vielleicht erst 2019 – oder sogar noch später – erscheint? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.

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Ben
Chefredakteur SPACE4GAMES. Hauptberuflich Projektmanager des Virtual Reality-Magazins VR-World.com. Außerdem Youtube-Täter auf Game.Play.Me. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy.


1 Kommentar

  1. Drugh

    3.2 ist ein wirklich guter Patch. Die Stabilität ist gut, in zwei Tagen noch keine ernsthaften Abstürze.
    Mein heimlichen Favoriten sind neben dem Mining:

    – Ausloggen im Bett ist stabil (zuerst hinlegen und dann noch einmal auf „logout“ klicken)
    – Gruppenspiel wird gefördert, es geht schon gut, demnächst sollen Gruppen bis 50 (!) Spieler groß sein dürfen.
    – Aufwertung der Avenger, mit 1 x S4 und 2 x S3 ist die echt schon beeindruckend stark. Zu stark?
    – Laufanimationen, es geht leichter zu sprinten, Kurven zu laufen, zu stoppen
    – auch kleine Verbesserungen zählen, so kann man in den Kiosks auch leichter mehrere Gegenstände kaufen, z.B. zehn Magazine.

    Jetzt noch ein paar Bugs ausbügeln und 3.2 kann wochenlangen Spaß bereiten.

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