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Star Citizen: Status und Zukunft der Service Beacons

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Die Triebwerksspur einer Gladius mit aktiviertem Nachbrenner.

In der aktuellen Around the Verse-Folge sprechen die Star Citizen-Entwickler über den Stand der spielergenerierten Missionen in Alpha 3.1 und die Pläne für die Zukunft.

Star Citizen macht langsam aber sicher Fortschritte. Update 3.1 hat mit seinen bisherigen Patches mittlerweile einen Zustand erreicht, der einigermaßen ordentliches Spielen ermöglicht. Die Performance ist zwar noch längst nicht perfekt, es gibt auch noch jede Menge Bugs und an der Stabilität wird weiter geschraubt, aber es wurde bereits vieles verbessert.

Ausbau der Sandbox mit Service Beacons

In Update 3.1 wurden auch die ersten Service Beacons eingeführt. Dabei handelt es sich um von Spielern erstellte Signale, an die ein Vertrag gebunden ist. Die vorhandenen Vertragsmöglichkeiten beinhalten derzeit Transport und Kampfunterstützung. Über ein Menü im Mobiglas können Spieler solche Verträge aufsetzen und ein entsprechendes Service Beacon aussetzen. Andere Spieler können diesen Vertrag dann annehmen, ausführen und am Ende die ausgeschriebene Belohnung kassieren.

In der aktuellen Folge von Around the Verse, der wöchentlichen Videoshow rund um die Entwicklung von Star Citizen und Squadron 42, werden die Service Beacons besprochen. Ziel dieser Signale sind spielergenerierte Missionen, die beispielsweise dabei helfen sollen, kurzfristig Unterstützung für verschiedene Aufgaben zu bekommen, die man selber gerade nicht oder nicht allein erledigen kann.

Update 3.1 hat die Grundlage für die Service Beacon-Technologie ins Spiel gebracht. Zwei Vertrags-Optionen stehen Spielern zur Verfügung: Das Transport-Beacon (Spieler, die irgendwo gestrandet sind, deren Raumschiff abgestürzt ist oder denen der Sprit ausgegangen ist, können sich abholen lassen) und das Kampfunterstützungs-Beacon (Spieler können sich Hilfe für Dogfights holen). Das ist aber laut Tony Zurovec, Director of Persistent Universe bei Entwickler Cloud Imperium Games (CIG), „nur die Spitze des Eisbergs“.

Escort, Kopfgelder, Points of Interest

Für die Zukunft sind nämlich weitere Vertragsoptionen geplant. Als nächstes sollen Escort-Beacons eingeführt werden, vielleicht schon mit Update 3.2 und in Verbindung mit Quantum Linking (ermöglicht Quantum-Travel als Gruppe). Spieler können sich dann von anderen Spielern durch besonders gefährliche Gebiete begleiten lassen. In diesem Zusammenhang sollen Auftraggeber die Anzahl der verfügbaren Slots für einen Auftrag bestimmen können, sodass mehrere Auftragnehmer in den Vertrag eintreten können.

Damit Auftraggeber in jedem Fall einen Auftragnehmer finden, werden auch NPCs in Konkurrenz zu menschlichen Spielern treten. Darüber will CIG unter anderem auch die Preise für Aufträge beeinflussen.

Die Reclaimer ist ein gigantisches Verwertungsschiff in Star Citizen.

Ein Wrack, dass über ein Point of Interest-Beacon   ausgeschrieben wurde, könnte für die Wiederverwertung durch eine Reclaimer interessant sein.

Darüber hinaus sind für die Zukunft Kopfgeld-Beacons geplant, bei dem mehrere Auftragnehmer um ein ausgeschriebenes Kopfgeld konkurrieren. Das sogenannte Point of Interest-Beacon beinhaltet Informationen über eine bestimmte Location (beispielsweise ein Wrack das wiederverwertet werden kann, Bergbauressourcen usw.). Die Koordinate dieses Points of Interest wird über das Beacon verkauft. Außerdem sind Beacons für Betankung und Reparatur geplant.

Umfangreiches Leistung-Tracking und Rating geplant

Aktuell können Spieler nur ein simples Gut/Schlecht- Rating für den Auftraggeber und den Auftragnehmer abgeben. Damit soll die qualitative Leistung des jeweiligen Spielers bewertet und Betrugsversuche verhindert werden. Spieler können schon jetzt in der Alpha 3.1 andere Spieler mit geringem Rating direkt herausfiltern und einen Auftrag nur für ein Mindest-Rating ausschreiben.

Die Aegis Vulcan: Industrielles Starterschiff für Reparaturen, Auftanken und Aufmunitionieren.

Die Aegis Vulcan: Industrielles Starterschiff für Reparaturen, Auftanken und Aufmunitionieren. Gut geeignet, um auf passende Beacons zu reagieren.

Zukünftig soll dieses Rating sehr viel präziser möglich sein und ein komplettes 5-Sterne-System beinhalten. Das Rating kann dann aufgrund von Statistiken vergeben werden: Beispielsweise wird für Auftragnehmer eines Escort-Auftrags die Treffsicherheit und ihr Kill-Prozentsatz getrackt. Spieler, die einen Transportauftrag annehmen, können beispielsweise nach Durchschnittsgeschwindigkeit bewertet werden. Betankungs-Spezialisten sollten eine gewisse Transfer-Effizienz aufweisen um ein gutes Rating zu erhalten. Zusätzlich soll es irgendwann möglich sein, Aufträge nur für Freunde oder bestimmte Organisationen auszuschreiben.

Bergbau-Sounds & VFX-Effekte

Darüber hinaus wurde im AtV-Video ein kurzer Abriss der Fortschritte in der letzten Woche präsentiert. Die sogenannten Legacy Armor Sets haben große Fortschritte gemacht, was auch anhand der aktualisierten Roadmap nachzuvollziehen ist.

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Die Shopping-Kiosks werden im Video kurz gezeigt, die Arbeit an den Menüs schreitet ebenfalls voran. Wahrscheinlich werden die Kiosks je nach Umgebung und Zweck unterschiedliches Design erhalten. Darüber hinaus arbeitet CIG an den Sounds für das kommende Bergbau-Feature. Anhand der Geräusche sollen sich die unterschiedlichen Phasen der Extraktion von Mineralien aus Felsbrocken oder aus dem Boden unterscheiden lassen.

Auch die VFX-Effekte diesbezüglich machen Fortschritte, dabei wird es unterschiedliche Effekte für verschiedene Erfolgs-bzw. Misserfolgs-Szenarien beim Bergbau geben. Außerdem werden neue Effekte für Explosionen von Xi‘an-Schiffen gezeigt. Die Animationen der Landesequenz der Starfarer befinden sich in Überarbeitung.

Detailliertes Terrain & prozedurale Wälder

Darüber hinaus werden von den Entwicklern verschiedene Möglichkeiten getestet, um verschiedene Biome auf Planeten prozedural zu erstellen. Unter anderem geht es dabei um riesige Waldgebiete, die mit dem ersten großen Planeten Hurston und seinen Monden im September geplant sind.

Im persistenten Universum von Star Citizen soll es auch riesige Wälder geben.

Im persistenten Universum von Star Citizen soll es auch riesige Wälder geben.

Damit einhergehend wird die Planetentechnik ständig verfeinert und mit mehr Details versehen. Das beinhaltet unterschiedliches Terrain (beispielsweise kleinere Biome) und die verbesserte Überblendung zwischen Texturen und Spielbereichen. Die Gesamtfortschritte in der Entwicklung fallen in dieser Woche – zumindest nach der Roadmap zu erteilen – bis auf wenige Ausnahmen ziemlich übersichtlich aus. Wir sind gespannt, ob CIG den Großteil der für Juni geplanten Features des Updates 3.2 pünktlich bringen kann.

In unserem umfangreichen Artikel „Konsequent nach Plan“ beleuchten wir im Detail den Status von Star Citizen, die Roadmap und die mittelfristige Zukunft der Entwicklung. Dabei kommen verschiedene Entwickler zu Wort und stehen uns unter anderem zum Thema Performance und Stabilität Rede und Antwort.

Habt ihr die Service Beacons in Star Citizen Update 3.1 bereits ausprobiert? Wie findet ihr das Konzept? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.

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Ben
Chefredakteur SPACE4GAMES. Hauptberuflich Projektmanager des Virtual Reality-Magazins VR-World.com. Außerdem Youtube-Täter auf Game.Play.Me. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy.


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Banshee III (Lorona) Nr. 698

Des Planeten Reichtum und seine unwirtliche Oberfläche haben die Menschheit dazu getrieben, ein riesiges unterirdisches System von Siedlungen zu schaffen, die durch Tunnel zu einem Netzwerk verbunden sind, das bis zum heutigen Tag noch weiter wächst. Ist man erst einmal tief genug im Untergrund oder wie man vorort sagt „unterhalb der Linie“ und muß keine ABC-Kleidung mehr tragen, verbringen Besucher die meiste Zeit in Kesseli, die Hauptstadt und eine der größten unterirdischen Städte im gesamten Universum.

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