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Star Citizen: Vielzweckschiff Aegis Vulcan

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Star Citizen: Vielzweckschiff Aegis Vulcan

Das erste neue Raumschiffkonzept für Star Citizen in 2018 ist da: Die Aegis Vulcan ist ein industrielles Startschiff, das drei Berufe in sich vereinigt. Wie soll das funktionieren?

Konzeptschiffe sind eine der wichtigsten Einnahmequellen für Star Citizen-Entwickler Cloud Imperium Games (CIG). Schiffe, die noch nicht in der Produktion, aber bereits fertig konzeptioniert sind, werden vorgestellt und zum Kauf angeboten. Auf diese Weise kann die Entwicklung auch abseits des Kaufs fertiger Schiffe oder Spielpakete unterstützt werden. Insgesamt wurden seit Entwicklungsbeginn 114 Schiffe und ihre Varianten vorgestellt bzw. ins Spiel gebracht. Über 30 einzigartige Schiffe zuzüglich ihrer Varianten können derzeit in der Alpha 3.0 bereits geflogen werden.

Viele große, spezialisierte Raumschiffe

In der Vergangenheit veröffentlichte CIG vor allem dedizierte Kampfschiffe oder richtig große, spezialisierte Industrie-Schiffe. Dazu gehören beispielsweise das Tankschiff Starfarer oder das Reparaturschiff Crucible.

Die Starfarer ist ein Monster: Das riesige Tankschiff kann bereits in der Alpha 3.0 von Star Citizen geflogen werden.

Lead Technical Designer John Crewe bemerkt zu diesen beiden Schiffen: „Du schaust dir diese riesigen Schiffe an, die großen Zeitaufwand benötigen, um sie zu bekommen und darüber hinaus eine beachtliche Mannschaft brauchen. Wenn du dir so ein Schiff besorgst und dann merkst, dass du es eigentlich doch nicht wirklich magst, dann hast du sehr viel Zeit umsonst investiert.“

Starterschiffe für die mit Update 3.2 geplanten Berufe (Bergbau, Betanken, Reparieren, Verwerten etc.) sind aber bislang Mangelware: Nur die MISC Prospector fällt als kleines Bergbau-Schiff mit nur einem Piloten in diesen Bereich. Darüber hinaus wünscht sich die Star Citizen-Community aber schon lange weitere Starterschiffe für die verschiedenen Berufe.

Aegis Vulcan: Industrielles Starterschiff

Das erste Konzeptschiff im Jahr 2018 erfüllt diesen Wunsch. Die etwas klobige Aegis Vulcan erinnert dabei ein bisschen an die Reclaimer vom selben Hersteller, Aegis Dynamics. Die Reclaimer ist aber ein riesiges, spezialisiertes Verwertungsschiff, während die Vulcan als kleines, flexibles Supportschiff gedacht ist.

Die Aegis Vulcan: Industrielles Starterschiff für Reparaturen, Auftanken und Aufmunitionieren.

John Crewe: „Wenn du dich weniger fürs Kämpfen interessierst, sondern lieber anderen helfen willst, ist die Vulcan der perfekte Einstieg für dich. Sie erlaubt dir, anderen Schiffen auszuhelfen, denen in den Tiefen des Alls der Sprit oder die Munition ausgegangen ist oder die kleinere Reparaturen benötigen.“

Macht sie damit nicht den großen Schiffen wie Starfarer oder Crucible Konkurrenz? Nein, denn die großen Schiffe sind viel spezialisierter und in ihrem jeweiligen Bereich weitaus leistungsfähiger. Beispielsweise kann eine Starfarer andere Schiffe als mobile Tankstation begleiten. Das ermöglicht viel längere und ausgiebigere Expeditionen.

Raumschiff-Pendant zum ADAC

Die Crucible wird hingegen als spezialisiertes Reparaturschiff andere Schiffe wieder vollständig auf Vordermann bringen können. Eine Vulcan kann nichts davon tun. Ihr Zweck ist eine Überbrückungsfunktion, ähnlich dem ADAC, wenn unser Auto auf der Autobahn liegengeblieben ist. Die Vulcan kann ein Schiff soweit wieder betanken, dass es zur nächsten Service-Station oder zum nächsten Truckstop kommt. Sie kann ein Schiff auch soweit wieder zusammenflicken, dass es bis zur nächsten Reparaturstation durchhält. Und sie kann in einem gewissen Rahmen Munition wieder auffüllen, was sie aktuell einzigartig macht.

Der Treibstofftank unterhalb der Vulcan beinhaltet Treibstoff für das Betanken von anderen Schiffen.

Zu diesem Zweck besitzt die Vulcan einen kleinen Laderaum (12 SCU; SCU ist die Maßeinheit für Fracht in Star Citizen, ein SCU ist dabei ein Kubikmeter, plus ein „Rand“ von 125 Millimetern an jeder Seite) für Munition und einen Zusatztank für Treibstoff. Das reicht allerdings nicht, um ein Schiff vollständig wieder fit zu machen – es ist nur eine Zwischenlösung, damit ein Raumschiff selbstständig zum nächsten Service-Point fliegen kann.

Gameplay über Drohnen

„Reparieren, auftanken und aufmunitionieren funktioniert über Drohnen,“ erklärt John Crewe. „Die Vulcan hat vier Drohnen, die sich im Inneren des Schiffes befinden und von dort gestartet werden.“ Jeweils zwei davon machen den vom Drohnen-Operator zugewiesenen Job. Drohnen können jeweils nur einen Auftrag gleichzeitig ausführen, nicht etwa gleichzeitig auftanken und reparieren. Drohnen müssen für jeden Auftrag innerhalb der Vulcan konfiguriert werden und dort entsprechendes Material aufnehmen.

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Die im Schiff verbliebenen Drohnen können für einen schnellen Aufgabenwechsel vorkonfiguriert und bei der Rückkehr der im Einsatz befindlichen Drohnen direkt losgeschickt werden. Das spart Zeit. Drohnen arbeiten übrigens ähnlich wie die jetzt in Alpha 3.0 bereits vorhanden Drohnen an den CryAstro Service-Stationen.

„Die Mannschaft des Schiffs besteht aus drei Leuten: Der Pilot und zwei Support-Mitarbeiter. Die beiden können entweder die Drohnenstation oder die Verteidigungsgeschütze bedienen“, erklärt Art Director Paul Jones. Drohnen-Operatoren müssen sich dabei voll auf ihre Aufgabe konzentrieren, denn die Drohnen können verloren gehen, beschädigt oder gar zerstört werden.

Crew-Quartiere & Konzeptverkauf

Für die dreiköpfige Crew gibt es an Bord Aufenthaltsräume mit Betten. Damit ist die Vulcan auch für längere Reisen ins Universum geeignet. Anfangs wird es eine eher militärische Version der Vulcan geben, zwei weitere sollen folgen. Wann die Vulcan ins Spiel kommt, ist noch nicht bekannt. Die offizielle Roadmap beinhaltet dieses Schiff auch noch nicht. Der Konzeptverkauf ist seit dem 22. Februar online.

Bleibt immer auf dem aktuellen Stand der Entwicklungen mit unserem Artikel zur Roadmap in Star Citizen.

Was haltet ihr von der Vulcan? Wünscht ihr euch mehr solche Schiffe und wenn ja, warum? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Über den Autor

Chefredakteur SPACE4GAMES. Hat die Baldur's Gate-Saga 7 Mal durchgespielt. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy. Gelegentlich Youtube-Täter auf Game.Play.Me.

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