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Star Citizen: Hercules Starlifter transportiert Panzer & MOABs

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Star Citizen: Hercules Starlifter transportiert Panzer & MOABs

Cloud Imperium Games präsentiert diese Woche das Konzeptschiff Hercules Starliner, einen schweren Militärtransporter und Bombenwerfer.

Die extreme Größe des Star Citizen-Universums und die Ambitionen von Entwickler Cloud Imperium Games (CIG) sind wahrscheinlich selbst einem Großteil der Unterstützer nicht in vollem Umfang bewusst. Zwar ist die aktuelle Alpha 3.1 bereits sehr beeindruckend, was die Spielfläche des Weltraums als auch der Monde angeht. Der kleinste Mond beispielweise, Cellin, ist mit 851.000 km² schon ziemlich groß.

Schauen wir uns jetzt an, dass richtige Planeten (Hurston ist für Update 3.3 geplant) mindestens zehnmal so viel Fläche bieten werden, dann bekommen wir eine ungefähre Vorstellung davon, wie groß ein komplettes System mit mehreren Planeten und einem Dutzend Monden sein soll. An diese gigantische Größe passen sich auch diverse Raumschiffe und Fahrzeuge an, die CIG entwickelt.

Militärisches Transportschiff Hercules Starlifter vorgestellt

Schon jetzt, in der Alpha 3.1 des persistenten Universums, können wir das gigantische Wiederverwertungsschiff Reclaimer fliegen. Das monströse Metallinsekt misst satte 155 Meter in der Länge und ist volle 50 Meter hoch. In einer früheren Ausgabe von Ship Shape in diesem Jahr wurde das Industrieschiff detailliert vorgestellt, wie ihr in unserem Artikel nachlesen könnt.

Wiederverwertung als Beruf (Salvaging) ist derzeit für Update 3.3 im September geplant.

Dieses Video wird von YouTube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Die enormen Ausmaße des geplanten Spiels verdeutlicht das neue Konzeptschiff Hercules Starlifter erneut. Dieses Schiff kommt von Hersteller Crusader Industries, der auch für das Passagierschiff Genesis Starliner verantwortlich ist. Bei der Starlifter handelt es sich aber in erster Linie um ein schweres militärisches Transportschiff, das zudem in einer Angriffsversion veröffentlicht wird.

Die Hercules Starlifter ist 100 Meter lang und 70 Meter breit. Je nach Version können bis zu zwei Nova-Panzer darin befördert werden. Alle drei Varianten besitzen eine Front- und Heckrampe für die Beladung und ein Liftsystem innerhalb des Schiffs zwischen Frachtraum, Mannschaftsräumen und Stationen.

Die Varianten der Hercules Starlifter

Hercules Starlifter A2

Dabei handelt es sich um ein Gunship, das für den aktiven Kampfeinsatz ausgelegt ist. Der Frachtraum ist dementsprechend kleiner als bei den anderen beiden Varianten, allerdings soll immer noch ein Nova-Tank hineinpassen. Ein großer Teil des Frachtraums ist für den Transport von Bomben reserviert. Laut Entwicklern soll es sich dabei um sogenannte MOABs (Mother of all Bombs) handeln, also besonders große und zerstörerische Bomben.

Die Hercules Starlifter kommt in drei Versionen: Gunship, Militärtransporter und ziviler Transporter.

Zusätzlich besitzt die A2 eine ganze Reihe Geschütztürme, darunter auch zwei der Größe Fünf (S5). Damit kann dieses Raumschiff signifikanten Schaden austeilen.

Hercules Starlifter C2

Die zivile Version der Starlifter kann fast doppelt so viel Fracht befördern wie die A2-Version. Zusätzlich ist sie ziemlich wehrhaft im Vergleich zu anderen zivilen Transportschiffen.

Hercules Starlifter M2

Hierbei handelt es sich um einen Militärtransporter, der eine stärkere Bewaffnung (S3- und S4-Geschütze), gleichzeitig aber einen verringerten Frachtraum gegenüber der zivilen Variante aufweist. In diesen Transporter sollen zwei Nova-Tanks passen.

Eine Frage des Balancings

Der Gigantismus hinter dem Projekt Star Citizen lässt sich auch an diesem Schiff gut ablesen. Für ausufernde Bodenkämpfe der Marke Planetside können Spieler-Organisationen mit diesem Schiff Materialschlachten auf Planeten anzetteln: Wenn mehrere Starlifter im Verbund mit einer Flotte landen und jeweils zwei Nova-Panzer oder weitere militärische Bodenfahrzeuge ausladen, dann benötigt die verteidigende Organisation schon eine Menge handfeste Argumente.

Dadurch werden massive Schlachten möglich, die eine ungeheure Motivation für Organisationen darstellen können.

Dieses Video wird von YouTube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Allerdings muss CIG auch sicherstellen, dass das allgemeine Balancing des Spiels nicht unter Raumschiffen wie der Starlifter A2 leidet. Natürlich wird ein einzelner Spieler dieses Schiff nicht allein bedienen können, allerdings lassen sich Geschütztürme und andere Schiffsstationen auch mit der KI besetzen. Kann ein reicher Spieler die A2 und seine MOABs dazu nutzen, Grundstücke und Bauten von Spielern und Organisationen auf einen Schlag zu zerstören, einfach so zum Spaß?

Natürlich ist ein Rufsystem geplant und es soll Maßnahmen geben, die Kriminalität im Spiel erheblich erschweren. Trotzdem könnte ein schlecht ausbalanciertes System durch übermächtige Raumschiffe erhebliches Frustpotenzial für Spieler beinhalten, die sich nicht in sündteuren Materialschlachten mit anderen Spielern aufreiben wollen. An dieser Stelle sehen wir eine gewaltige Aufgabe auf CIG zu kommen: Schiffe wie die A2 müssen vor allem für besondere und große Operationen reserviert sein. Sie dürfen nicht als Spaßkiller-Instrument für einzelne Ganker und Griefer dienen.

Roadmap-Anpassungen mit Objekt Container Streaming

Die Roadmap für Star Citizen erfuhr in dieser Woche erneut eine Anpassung, das Object Container Streaming (OBS, derzeit für Update 3.3 geplant) wurde beispielsweise in verschiedene Bereiche aufgeteilt. An dieser für die Performance sehr wichtigen Technologie wird bereits eifrig gearbeitet und die Fortschritte sind anhand der erledigten Aufgaben in der Roadmap zu sehen.

Roadmap-Übersicht mit allen Änderungen von reddit-Nutzer Odysseus-Ithaca.
Roadmap-Übersicht mit allen Änderungen, mit freundlicher Genehmigung von reddit-Nutzer Odysseus-Ithaca. Rechtsklick und "In neuem Tab öffnen" zeigt die Übersicht in voller Größe.

Ein großer Teil der Arbeit an OBS besteht aktuell in der Konversion von altem Code in neuen Code. Das verbessert nicht nur die Performance, sondern ermöglicht auch Multi-Threading und Ladeprozesse im Hintergrund. Einige der Subtasks sind bereits zu mehr als zwei Dritteln fertig.

Update 3.2, das für Ende Juni geplant ist, verzeichnet ebenfalls Fortschritte bei der Integration der Gruppen-Systeme (beispielsweise Quantum-Linking), Item 2.0, Item-Kiosks und Verbesserungen sowie Anpassungen an Personal und Vehicle Manager Apps. Bei den Schiffen machten 600i und die Avenger Fortschritte, die Überarbeitung der Mustang wurde allerdings auf Update 3.3 verschoben.

Carrack ab Juni in Arbeit

Das aktuelle Around the Verse-Video sowie der Monats-Report April brachten darüber hinaus noch einige kleinere Informationen über den Fortschritt der Entwicklung mit sich. So soll die Arbeit an der Carrack bereits im nächsten Monat mit einem kleinen Art-Team beginnen. Allerdings dürfen Unterstützer die Carrack nicht vor 2019 im Spiel erwarten.

Die Quantum Travel-Mechanik erhält eine Überarbeitung. Aktuell können wir nur gerade Strecken damit überbrücken, in Zukunft werden auch vorausberechnete Kurven möglich sein. Auf diese Weise werden die Flugzeiten zu bestimmten Punkten auf Mond- oder Planetenoberflächen reduziert.

Wenn ihr das letzte Update zur Einzelspielerkampagne Squadron 42 verpasst habt, könnt ihr die letzten Informationen in unserem Artikel nachlesen. Darüber hinaus legen wir euch unseren Artikel zum Thema Cyberpunk ans Herz. Und falls ihr euch für X4: Foundations interessiert, haben wir eine Reihe von Vorschau-Artikeln für euch parat.

Wie findet ihr den neuen Transporter? Glaubt ihr, dass CIG das Balancing vernünftig hinbekommt oder sind Schiffe wie die A2 mit ihren Riesenbomben ein Problem? Diskutiert mit uns in den Kommentaren.

Über den Autor

Chefredakteur SPACE4GAMES. Hat die Baldur's Gate-Saga 7 Mal durchgespielt. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy. Gelegentlich Youtube-Täter auf Game.Play.Me.

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