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Star Citizen: Tipps & Tricks zur Performance (Update 3.4)

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Star Citizen: Tipps & Tricks zur Performance (Update 3.4)

Alpha 3.4 zu Star Citizen ist live. Wie sieht es mit Performance und Stabilität aus und wie bekommt ihr noch mehr FPS? Wir haben Tipps für euch.

Die englische Version findet ihr im verlinkten Artikel.
The English version can be found in the linked article.

Folgende Fragen wollen wir in diesem Artikel beantworten:

  • Welche Systemvoraussetzungen hat Star Citizen?
  • Wie steht es um Performance und Stabilität in der aktuellen Alpha 3.4?
  • Welche Hardware kann helfen, die Performance von Star Citizen zu erhöhen?
  • Welche Einstellungen & Software-Tricks bringen mehr FPS?

Letztes Update: Dezember 2018

Nach dem Release von Update 3.0 nahm Star Citizen-Chef Chris Roberts persönlich Stellung zu den Performance-Problemen in 3.0 und begründete, warum das Update nicht in einem besseren Zustand veröffentlicht wurde. Spieler hatten teilweise sehr durchwachsene und trotz gleicher Rechnerkonfiguration teilweise völlig unterschiedliche Bildraten. Mittlerweile ist Update 3.4 erschienen. Was hat sich geändert?

Unser Testsystem

Alle Performance-Aussagen in diesem Artikel beziehen sich auf das folgende System:

  • CPU: i7-4770K @3.50GHz
  • Grafikkarte: GTX 1080 Ti
  • Festplatte: Samsung SSD 840 EVO 250 GB

Gespielt wird mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 (4K). Einstellungen im Spiel sind allesamt auf Maximum.

Update 3.4: Performance teilweise besser

Update 3.3 hatte das Object Container Streaming eingeführt. Dabei handelt es sich stark vereinfacht gesagt um unsichtbare Ladebildschirme: Objekte (dazu gehören beispielsweise Raumschiffe, Monde, Planeten etc.) werden erst in den Arbeitsspeicher unseres PCs geladen, wenn wir uns ihnen nähern. Die Arbeit an der neuen Technologie sorgte für eine kleine Verschiebung des sehnlich erwarteten ersten Planeten: Hurston.

Der kam nicht lange darauf mit Update 3.3.5 – und die Performance war anfangs auf Hurston sowie in der Landezone Lorville vergleichbar mit den Anfängen der Planetentechnik: Teilweise bewegten sich die FPS unter 20. Im Dezember 2018 spielte Entwickler Cloud Imperium Games dann pünktlich Update 3.4 auf.

Dieses Video wird von YouTube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Nach mehrstündigen ausführlichen Tests können wir die Performance und die Stabilität als sehr gut beurteilen – wenn der Server mitspielt. Um Port Olisar herum haben wir teilweise über 40 FPS, auf den Crusader-Monden manchmal sogar um die 60 FPS. Auf dem Planeten Hurston geht es runter auf 30 FPS, die werden aber fast durchgängig stabil gehalten. Nur noch ganz selten gibt es kleinere Ruckler. Auch Fahrten mit der Metro ändern daran kaum etwas.

Beim Flug über den Planeten sehen wir allerdings noch erheblichen Verbesserungsbedarf bei spät nachladenden Texturen und Objekten. Das trifft auf das Schrott-Biom ebenso zu, wie auf Gebiete mit Wäldern. Gerade beim Tiefflug über der Savanne nehmen die Ruckler spürbar zu und die FPS fallen immer mal wieder unter 20. Wasser ist derzeit offenbar nur ein ziemlich verschwommener Platzhalter ohne Auswirkungen auf die Performance.

Auch die Stabilität ist erfreulich: Zwar hatten wir zweimal einen kompletten Absturz samt direktem Neustart unseres PCs zu verzeichnen (was aber nicht unbedingt an Star Citizen gelegen haben muss, wir konnten die Ursache dafür noch nicht ausmachen), ansonsten haben wir mehrere Spielsessions über drei bis vier Stunden ohne jeden Absturz (trotz häufiger Alt-Tab-Nutzung zwischendurch) verzeichnet. Auch die Server waren überwiegend stabil, Disconnects hatten wir bislang nur zwei.

Erwischen wir allerdings einen schlechten Server, spielen die FPS verrückt, sacken gern mal total in den Keller und irgendwann – besonders gern, wenn wir gerade einen richtig ertragreichen Felsen via Mining ausbeuten – crasht das Spiel. Wir sind also noch längst nicht völlig auf der Sonnenseite angekommen, aber Star Citizen ist mittlerweile meistens gut spielbar.

Mit ein paar kleinen Anpassungen könnt ihr eure Bildrate eventuell selbst noch etwas tunen. Bitte beachtet, dass diese Infos keine Zauberei sind und sich je nach Rechner unterschiedlich (oder auch gar nicht) auswirken können.

Star Citizen Alpha 3.4: Systemvoraussetzungen

Offizielle Anforderungen gibt es nicht, aber folgende Empfehlungen:

  • CPU mit mindestens 4 Kernen (Quadcore)
    Allgemein gilt: Je mehr Kerne und je aktueller, desto besser, Star Citizen ist sehr CPU-intensiv. Viele Erfahrungsberichte sprechen von einer Verbesserung der Performance bei Star Citizen, wenn die CPU aktueller und besser wird. Mittlerweile wurde die Kern-Nutzung von CIG aber auch deutlich verbessert, was auch älteren CPUs zugute kommt.
  • Mindestens 16 GB Arbeitsspeicher
    Viele Probleme mit der Performance resultieren aus zu wenig Arbeitsspeicher. 16 GB RAM sind daher dringend empfohlen – auch für die Einzelspielerkampagne Squadron 42. Tipps für geringere RAM-Konfigurationen folgen später in diesem Artikel.
  • Eine Highend-Grafikkarte sorgt mittlerweile für erhebliche Verbesserungen
    Mittlerweile wird die Grafikkarte stark ausgelastet. In vielen Situationen von Update 3.4 erleben wir eine Auslastung unserer GTX 1080 Ti von deutlich über 80%. Da ist natürlich noch Raum für Optimierungen durch CIG, aber je besser die Grafikkarte, desto höhere Auflösungen und bessere Grafikeinstellungen könnt ihr verwenden.
Die Performance auf Hurston ist mittlerweile sehr gut, auch wenn es in der Savanne ab und zu ruckelt. © Cloud Imperium Games

Die Performance auf Hurston ist mittlerweile sehr gut, auch wenn es in der Savanne ab und zu ruckelt. © Cloud Imperium Games

Tipps & Tricks um die Performance zu verbessern

Es gibt einige grundlegende Tipps, die ihr befolgen könnt, damit die Bildrate und die Stabilität von Star Citizen Alpha 3.4 etwas besser ausfallen.

  • SSD-Festplatte nutzen
    Verwendet unbedingt eine schnelle SSD-Festplatte für die Installation von Star Citizen (oder auch jedem anderen schnellen und grafikintensiven Spiel).
  • Virtuellen Arbeitsspeicher manuell setzen
    Mehr physischer Arbeitsspeicher ist zwar immer besser, als virtuellen Arbeitsspeicher zu bearbeiten, aber folgendermaßen könnt ihr letzteren vergrößern, beziehungsweise auf eine schnellere Festplatte auslagern:
    Gebt in das Windows 10-Suchfeld (rechts neben dem Windowssymbol in der Taskleiste) „Systemsteuerung“ ein und klickt das Ergebnis an. Sucht nach dem Menüpunkt „System“ und öffnet den Link. Navigiert rechts zu dem Unterpunkt „Erweiterte Systemeinstellungen“. Dort wählt ihr den Tab „Erweitert“ und klickt unter „Leistung“ auf den Button „Einstellungen“. Wählt erneut den Tab „Erweitert“ und klickt bei „Virtueller Arbeitsspeicher“ den Button „Ändern“ an. Wählt eine SSD-Fetsplatte aus, auf der Star Citizen nicht installiert ist. Setzt dann eure Werte bei „Benutzerdefinierte Größe“. Bei uns ist beispielsweise eine Anfangsgröße von 8000 MB eingetragen und eine maximale Größe von 16000 MB. Ihr könnt die Anfangsgröße natürlich auch direkt auf 16000 setzen, wenn ihr das wollt.

Squadron 42 ist die Singleplayer-Kampagne zum Weltraum-MMO Star Citizen – und sie wird nicht weniger Hardware-intensiv sein.

  • Vollbild-Optimierung abschalten
    Sucht im Star Citizen-Ordner die Star Citizen.exe – Datei (liegt in Star Citizen – Live – Bin64). Macht einen Rechtsklick darauf und wählt „Eigenschaften“. Navigiert zum Reiter „Kompatibilität“ und setzt unter „Einstellungen“ ein Häkchen bei „Vollbildoptimierungen deaktivieren“.
  • Star Citizen mehr Priorität zuweisen (Windows 10)
    Startet Star Citizen. Ruft den Taskmanager auf. Navigiert zum Reiter „Details“. Sucht die StarCitizen.exe und macht einen Rechtsklick auf den Eintrag. Wählt unter „Priorität festlegen“ den Wert „Hoch“. Das müsst ihr übrigens jedes Mal machen, wenn ihr Star Citizen startet.
  • Wählt einen anderen Server
    Manchmal erwischt ihr einen Server, auf dem es einfach nicht rund läuft – warum auch immer. Wechselt dann den Server. Wählt nicht unbedingt die Einstellung „Best“ im Server-Dropdownmenü, sondern sucht euch je nach Tageszeit auch mal australische (AUS) oder amerikanische (US) Server aus. Besonders wenn in Australien und Amerika tiefe Nacht ist, kann das Schlafbedürfnis der Spieler in diesen Ländern euer Spielerlebnis positiv beeinflussen.
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Weitere Infos zu Star Citizen

Habt ihr selbst noch weitere, sinnvolle Tipps, die das Spielerlebnis mit Star Citizen Alpha 3.4 verbessern könnten? Dann postet eure Infos und Erfahrungen in die Kommentare.

Ansonsten empfehlen wir euch unsere Analyse zur Roadmap für Star Citizen. Den aktuellen Stand der Finanzen von CIG haben wir ebenso für euch, wie einen ausführlichen Guide zum Mining in Star Citizen.

Über den Autor

Chefredakteur SPACE4GAMES. Hat die Baldur's Gate-Saga 7 Mal durchgespielt. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy. Gelegentlich Youtube-Täter auf Game.Play.Me.

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