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Star Citizen: Infos & Tipps zur Performance (Update 3.7)

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Star Citizen: Infos & Tipps zur Performance (Update 3.7)

Wie steht es um die Performance und Stabilität von Star Citizen Alpha 3.7? Wie bekommt ihr noch mehr FPS? Wir haben Tipps für euch.

Die englische Version findet ihr im verlinkten Artikel.
The English version can be found in the linked article.

Folgende Fragen beantworte ich in diesem Artikel:

  • Welche Systemvoraussetzungen hat Star Citizen?
  • Wie steht es um Performance und Stabilität in Alpha 3.7?
  • Welche Hardware kann helfen, die Performance von Star Citizen zu erhöhen?
  • Welche Einstellungen & Software-Tricks bringen mehr FPS?

Letztes Update: November 2019

Seit dem Release von Alpha 3.0 Ende 2017 und der damals ziemlich schlechten Performance, hat sich viel getan. Viele große und kleine Verbesserungen (beispielsweise die Performance-Technologie Object Container Streaming) ist Client-seitig eingeführt worden und auch die Spielwelt ist mit dem Stadtplanet ArcCorp seinen Monden nochmal deutlich gewachsen.

Nun kommt Entwickler CIG serverseitig an Performance-Grenzen. Eine signifikante Erweiterung des Universums benötigt nun serverseitiges Object Container Streaming. Daran arbeiten die Entwickler derzeit unter Hochdruck.

Währenddessen spiele ich die Alpha 3.7 und sage euch, wie sich die Performance derzeit darstellt. Kann ich flüssig und ohne Abstürze spielen? Was kann ich selbst tun, um stabile 30 FPS zu erreichen?

Unser Testsystem

Alle Performance-Aussagen in diesem Artikel beziehen sich auf das folgende System:

  • CPU: i7-4770K @3.50GHz
  • Grafikkarte: GTX 1080 Ti
  • Festplatte: Samsung SSD 840 EVO 250 GB

Gespielt wird mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 (4K). Einstellungen im Spiel sind allesamt auf Maximum.

Übrigens: Auf der Telemetrie-Seite von CIG könnt ihr euer System im Vergleich zu anderen Systemen sehen und schnell Verbesserungsmöglichkeiten finden.

Star Citizen Update 3.7: Stabile Performance

Update 3.3 hatte das Object Container Streaming eingeführt. Dabei handelt es sich stark vereinfacht gesagt um unsichtbare Ladebildschirme: Objekte (dazu gehören beispielsweise Raumschiffe, Monde, Planeten etc.) werden erst in den Arbeitsspeicher unseres PCs geladen, wenn wir uns ihnen nähern. Die Arbeit an der neuen Technologie sorgte für eine kleine Verschiebung des damals sehnlich erwarteten ersten richtigen Planeten: Hurston.

Der kam nicht lange darauf mit Update 3.3.5 – und die Performance war anfangs auf Hurston sowie in der Landezone Lorville vergleichbar mit den Anfängen der Planetentechnik: Teilweise bewegten sich die FPS unter 20. Erst mit Update 3.4 wurde die Star Citizen-Alpha erstmals ordentlich spielbar.

Im April 2019 kam Update 3.5 und damit der Stadtplanet ArcCorp, sowie seine beiden Monde Lyria und Wala. Das Universum wuchs und damit auch die Rechenlast beim Spieler. Oder? Nun, das Object Container Streaming, das clientseitig aufgespielt worden war, funktioniert einwandfrei. Probleme ergeben sich derzeit nur aus der Backend-Technik bei CIG selbst. Daran wird, wie eingangs erwähnt gearbeitet.

Dieses Video wird von YouTube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Aktuell ist bereits Update 3.7 auf den Live-Servern. Ich habe die Performance und Stabilität ausgiebig getestet. Dabei fällt auf, dass die allgemeinen FPS weniger Ausreißer fabrizieren und sich eigentlich dauerhaft um die 30 FPS bewegen. In Area 18 oder in Lorville auf Hurston sinken die Bildraten teilweise auf 20-25 FPS, allerdings ohne zu ruckeln. Ich hatte früher schon einmal angesprochen, dass sich Star Citizen interessanterweise auch bei 20 FPS recht flüssig spielt.

Nachladende Texturen gibt es beim Flug über Planeten zwar immer noch, allerdings habe ich das Gefühl, dass sie deutlich sanfter ins Bild kommen, als früher. Beim Flug über ArcCorp fällt es allerdings noch recht deutlich auf, wenn diverse Gebäude ins Bild „platzen“. Einmal erlebte ich auch einen Grafikbug, bei dem große Teile von ArcCorp unter einer violetten Textur verborgen waren. Da half nur ein Neustart.

Die Stabilität ist sehr erfreulich: In mehreren langen Spielsession von zwei bis drei Stunden Dauer verzeichnete ich nur einen einzigen Disconnect vom Server. Abstürze gab es gar nicht. Ebenfalls super: Ich kann mich endlich in der Prospector in die Koje hauen und dort ausloggen. Eine ausgiebige Mining-Tour (lest dazu auch unseren Mining-Guide) kann ich jetzt also auch kurzfristig unterbrechen.

Star Citizen ist mit Update 3.7 in einer gut spielbaren Verfassung angekommen, vorausgesetzt, wir haben einen einigermaßen potenten PC. Mit ein paar kleinen Anpassungen könnt ihr eure Bildrate eventuell selbst noch etwas tunen. Bitte beachtet, dass diese Infos keine Zauberei sind und sich je nach Rechner unterschiedlich (oder auch gar nicht) auswirken können.

Star Citizen Alpha 3.7: Systemvoraussetzungen

Offizielle Anforderungen gibt es nicht, aber folgende Empfehlungen:

  • CPU mit mindestens 4 Kernen (Quadcore)
    Allgemein gilt: Je mehr Kerne und je aktueller, desto besser, Star Citizen ist sehr CPU-intensiv. Viele Erfahrungsberichte sprechen von einer Verbesserung der Performance bei Star Citizen, wenn die CPU aktueller und besser wird. Mittlerweile wurde die Kern-Nutzung von CIG aber auch deutlich verbessert, was auch älteren CPUs zugute kommt.
Flug bei Nacht mit der Avenger über Planet ArcCorp

Es sieht nicht nur fantastisch aus, mit der Avenger bei Nacht über ArcCorp zu fliegen – es läuft auch alles flüssig. © S4G / Cloud Imperium Games

  • Mindestens 16 GB Arbeitsspeicher
    Viele Probleme mit der Performance resultieren aus zu wenig Arbeitsspeicher. 16 GB RAM sind daher dringend empfohlen – auch für die Einzelspielerkampagne Squadron 42. Mehr ist hier auch nicht verkehrt, ich selbst habe 32 GB RAM im Rechner und bin mir sicher, dass das einen maßgeblichen Anteil an der Spielbarkeit von Star Citizen für mich hat. Tipps für geringere RAM-Konfigurationen folgen später in diesem Artikel.
  • Eine Highend-Grafikkarte kann für erhebliche Verbesserungen sorgen
    Mittlerweile wird die Grafikkarte stark ausgelastet. In Update 3.7 erleben ich oft eine Auslastung meiner GTX 1080 Ti von über 80%. Je besser die Grafikkarte, desto höhere Auflösungen und bessere Grafikeinstellungen könnt ihr verwenden.

Tipps & Tricks um die Performance in Star Citizen zu verbessern

Es gibt einige grundlegende Tipps, die ihr befolgen könnt, damit die Bildrate und die Stabilität von Star Citizen Alpha 3.7 etwas besser ausfallen.

SSD-Festplatte nutzen

Verwendet unbedingt eine schnelle SSD-Festplatte für die Installation von Star Citizen (oder auch jedem anderen schnellen und grafikintensiven Spiel). Dieser Punkt ist vielleicht der wichtigste Performance-Tipp überhaupt. Mit einer normalen HDD werdet ihr kein Land bei den FPS sehen.

Virtuellen Arbeitsspeicher manuell setzen

Mehr physischer Arbeitsspeicher ist zwar immer besser, als virtuellen Arbeitsspeicher zu bearbeiten, aber folgendermaßen könnt ihr letzteren vergrößern, beziehungsweise auf eine schnellere Festplatte auslagern:
Gebt in das Windows 10-Suchfeld (rechts neben dem Windowssymbol in der Taskleiste) „Systemsteuerung“ ein und klickt das Ergebnis an.

Sucht nach dem Menüpunkt „System“ und öffnet den Link. Navigiert rechts zu dem Unterpunkt „Erweiterte Systemeinstellungen“. Dort wählt ihr den Tab „Erweitert“ und klickt unter „Leistung“ auf den Button „Einstellungen“. Wählt erneut den Tab „Erweitert“ und klickt bei „Virtueller Arbeitsspeicher“ den Button „Ändern“ an.

Wählt eine SSD-Festplatte aus, auf der Star Citizen nicht installiert ist. Setzt dann eure Werte bei „Benutzerdefinierte Größe“. Bei mir ist beispielsweise eine Anfangsgröße von 8000 MB eingetragen und eine maximale Größe von 16000 MB. Ihr könnt die Anfangsgröße natürlich auch direkt auf 16000 setzen, wenn ihr das wollt.

Squadron 42 ist die Singleplayer-Kampagne zum Weltraum-MMO Star Citizen – und sie wird nicht weniger Hardware-intensiv sein. © S4G / Cloud Imperium Games

Vollbild-Optimierung abschalten

Sucht im Star Citizen-Ordner die Star Citizen.exe – Datei (liegt in Star Citizen – Live – Bin64). Macht einen Rechtsklick darauf und wählt „Eigenschaften“. Navigiert zum Reiter „Kompatibilität“ und setzt unter „Einstellungen“ ein Häkchen bei „Vollbildoptimierungen deaktivieren“.

Star Citizen höhere Priorität zuweisen (Windows 10)

Startet Star Citizen. Ruft den Taskmanager auf. Navigiert zum Reiter „Details“. Sucht die StarCitizen.exe und macht einen Rechtsklick auf den Eintrag. Wählt unter „Priorität festlegen“ den Wert „Hoch“. Das müsst ihr jedes Mal machen, wenn ihr Star Citizen startet.

Wählt einen anderen Server

Manchmal erwischt ihr einen Server, auf dem es einfach nicht rund läuft – warum auch immer. Wechselt dann den Server. Wählt nicht unbedingt die Einstellung „Best“ im Server-Dropdownmenü, sondern sucht euch je nach Tageszeit auch mal australische (AUS) oder amerikanische (US) Server aus. Besonders wenn in Australien und Amerika tiefe Nacht ist, kann das Schlafbedürfnis der Spieler in diesen Ländern euer Spielerlebnis positiv beeinflussen.

Weitere Infos zu Star Citizen

Über den Autor

Chefredakteur SPACE4GAMES. Hat die Baldur's Gate-Saga 7 Mal durchgespielt. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy. Gelegentlich Youtube-Täter auf Game.Play.Me.

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