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Star Citizen: Update 3.1 live, läuft die Alpha jetzt besser?

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Star Citizen: Update 3.1 live, läuft die Alpha jetzt besser?

Update 3.1 für Star Citizen ist gestern Abend auf die Server gespielt worden. Was ist im Update enthalten und hat sich die Performance signifikant verbessert?

Entwickler Cloud Imperium Games (CIG) hat sich für das Jahr 2018 sehr viel vorgenommen: Vierteljährlich möchte das Studio große Updates zu Star Citizen veröffentlichen. Erstes Update in dieser Reihe ist 3.1. Angekündigt für Ende März kam es knapp aber pünktlich gestern Abend auf die Server.

Neben neuen Schiffen und dem Notsignal-Feature soll das Update eine deutliche Verbesserung der Performance bringen. Bislang mussten sich Spieler der Star Citizen-Alpha nämlich mit Bildraten unterhalb von 20 FPS herumschlagen. Und das motiviert nun mal nicht dauerhaft zum Spielen. Wir sagen euch nachfolgend was in Update 3.1 alles enthalten ist und ob wir jetzt einigermaßen flüssig spielen können.

Charaktereditor & Notsignale

Die erste Neuerung begrüßt uns direkt nach dem Start: Der Charakter-Editor ist im Spiel und lässt uns erstmals aus einer Reihe vorgefertigter Gesichter unser ganz eigenes zusammenstellen. Ein paar Frisuren sowie Haar- und Augenfarbe lassen sich definieren, aber das reicht schon, um grundsätzlich ein bisschen Abwechslung in die Spielercharaktere zu bringen.

Zukünftig wird der Charakter-Editor noch erweitert und feinere Einstellungen sollen möglich werden.

Mit der ersten Version des Charakter-Editors lässt sich unser Spielcharakter erstmals individualisieren.

Notsignale für Spieler sind ebenfalls implementiert und funktionieren. Wenn wir also auf einem Mond feststecken, weil uns der Sprit ausgegangen ist, können wir jetzt ein Notsignal absetzen und darauf hoffen, dass andere Spieler dieses empfangen, den Auftrag annehmen und uns abholen. Sind wir in der Nähe eines solchen Notsignals, bekommen wir eine auffällige Bildschirm-Nachricht und können per Tastenkürzel annehmen oder ablehnen.

Auf diese Weise kommen die ersten von Spielern generierten Aufträge ins Spiel. Es ist CIGs Plan, die Sandbox-Inhalte auf lange Sicht stark auszubauen.

Recalimer & bessere Bedienbarkeit

Fünf neue Raumschiffe und Fahrzeuge sind mit Update 3.1 ins Spiel gekommen. Die Nox Kue ist ein Hoverbike ähnlich der Dragonfly, mit der wir sowohl durch das All als auch über Planetenoberflächen kacheln können. Als neues Bodenfahrzeug wurde die Tumbril Cyclone hinzugefügt.

Die MISC Razor ist ein schnittiges kleines Rennschiff und mit der Terrapin ist ein dediziertes Erkundungsschiff flugfertig.

Dieses Video wird von YouTube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Aber das wohl beeindruckendste neue Raumschiff ist die Aegis Reclaimer, ein gigantisches Wiederverwertungsschiff. Das aktuell größte Schiff in der Star Citizen-Flotte ist aber nicht nur von außen beeindruckend. Auch die Innenräume, in denen man sich recht einfach verirren kann, sind absolut sehenswert. Ihren Zweck, die Wiederverwertung, kann die Reclaimer allerdings noch nicht erfüllen: Der Salvaging-Beruf wird voraussichtlich erst mit dem Update 3.2 im Juni eingeführt.

(Update: Wiederverwertung wurde auf 2019 verschoben, wie die Roadmap für Star Citizen zeigt).

Ebenfalls neu und um einiges übersichtlicher ist die Benutzeroberfläche Mobiglas. Überhaupt ist die Bedienung von Menüs oder Cockpit-Elementen stark verbessert worden. Einen gewissen Anteil daran, hat die teilweise verbesserte Performance.

Weiter stark durchwachsene Performance

Wir haben Update 3.1 der Alpha von Star Citizen kurz angespielt, vor allem um zu sehen ob es signifikante Verbesserungen der Bildrate gibt. Bislang krebsten wir in der Regel bei durchschnittlich 13-15 FPS durch das persistente Universum.

Der Außenposten ArcCorp Mining auf Yela: Die Performance kann mit dem Anblick noch nicht dauerhaft mithalten.

Leider sind unsere Erfahrungen noch nicht wirklich berauschend. In unserem ersten Versuch starteten wir auf einem EU-Server. Die Bildrate belief sich die gesamte Zeit auf durchschnittlich 18-19 FPS. Das war natürlich schon eine Verbesserung gegenüber der vorigen Spielversion, aber immer noch weit davon entfernt, wirklich gut spielbar zu sein.

Allerdings ist uns bewusst, dass die erste Zeit direkt nach einem Release noch viele Probleme mit sich bringt. Darüber hinaus hängt die Performance Berichten zufolge vielfach vom jeweiligen Server ab. Nachdem wir oberhalb von Yela beim Anflug auf einen Außenposten einen Spielabsturz zu verzeichnen hatten, versuchten wir es also erneut.

Tolle Aussicht auf überarbeitete Monde

Anstatt einen EU-Server auszuwählen, überließen wir es Star Citizen, den bestmöglichen Server auszuwählen. Und immerhin: Wir hatten durchgehend 23-28 FPS. Während sich das deutlich auf die Bedienung auswirkte und ein generell flüssigeres Spielgefühl ermöglichte, litt unsere Session regelmäßig unter Schluckauf: Wir verzeichneten alle 30-45 Sekunden teils deutliche Framedrops bis in den einstelligen Bereich.

Die Monde und die generelle Atmosphäre sind gegenüber der vorigen Version nochmal deutlich eindrucksvoller geworden.

Trotzdem konnten wir insgesamt ganz manierlich spielen und der erneute Anflug auf Yela gelang ohne weitere Probleme. Tipp: Wenn ihr tagsüber spielt, wählt einen amerikanischen oder australischen Server aus. Die sind in der Regel leerer als die europäischen Server, was zu erheblich höheren Bildraten führen kann.

Dabei fiel uns besonders die überarbeitete Grafik auf: Der Weltraum mit seinen Sternen, der Ring rund um Yela, die Planetenoberfläche und die allgemeine Atmosphäre haben sich durch das Update noch einmal enorm verbessert. Ähnlich atemberaubende Szenerien haben wir bislang noch in keinem Spiel gesehen.

Die Landung funktionierte ebenso reibungslos wie die Erkundung des Außenpostens. Abgesehen von den starken Schwankungen blieb die Performance durchschnittlich relativ konstant. Leider schmierte uns die Verbindung zum Server beim Versuch ab, Levski auf Delamar zu erreichen.

Charaktere bewegen sich neuerdings prozedural und passen sich Treppen und niedrigen Hindernissen realistisch an.

Besonders cool: Die auf der CitizenCon im Oktober 2017 erstmals vorgestellte prozedurale Bewegung von Charakteren ist jetzt im Spiel. Das bedeutet, dass unser Spielercharakter Treppen realistisch hochgeht und niedrige Hindernisse ebenfalls realistisch überwindet. Darüber hinaus gab es natürlich noch eine Menge Bugfixes und anderer Verbesserungen, wie ihr in den offiziellen Patchnotes nachlesen könnt.

Fazit

Ich hatte ja gehofft, dass ich das Update 3.1 als großer Schritt in die richtige Richtung erweisen würde und langfristiges Spielen durch eine signifikant verbesserte Performance möglich machen würde. Die Richtung stimmt: Es sind definitiv Verbesserungen zu beobachten, einige Spieler berichten teilweise sogar von 40 FPS aufwärts – sogar über längere Zeiträume hinweg.

Und natürlich arbeiten die Entwickler hinter den Kulissen gerade hart daran, weitere Bugs auszumerzen und anhand der gesammelten Serverdaten weitere Verbesserungen vorzunehmen.

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Zum jetzigen Zeitpunkt ist es aber noch ziemliches Glücksspiel, ob ich einen guten Server erwische oder nicht. Darum hält sich meine Begeisterung trotz der wirklich guten Inhalte noch sehr in Grenzen. Ein echter Zauberpatch ist 3.1 diesbezüglich jedenfalls (noch) nicht. Trotzdem sind Verbesserungen bereits deutlich zu sehen und das lässt für weitere kleinere und größere Updates einiges erwarten. Ich hoffe, dass CIG in den nächsten Tagen durch diverse Anpassungen für eine stabilere Spielerfahrung sorgen kann.

Habt ihr bereits in die Alpha 3.1 von Star Citizen reinspielen können? Wie sind eure Erfahrungen zur Performance? Befindet sich das Spiel auf einem guten Weg oder seid ihr enttäuscht? Schreibt es uns in den Kommentaren!

Über den Autor

Chefredakteur SPACE4GAMES. Hat die Baldur's Gate-Saga 7 Mal durchgespielt. Bekennender "Life is Strange"-Fanboy. Gelegentlich Youtube-Täter auf Game.Play.Me.

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