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X4: Foundations – Spielstart, Gameplay & Universum

X4 Foundations
Wird das Gameplay in X4: Foundations wirklich so motivierend, wie geplant?

Vom einfachen Frachtpiloten bis zum Wirtschaftsmogul, die Gameplay-Optionen in X4: Foundations scheinen schier endlos. Kann Egosoft die einzelnen Elemente zu einem sinnvollen Ganzen verbinden?

In diesem Artikel erfahrt ihr:

  • Wie sich der Spielstart in X4: Foundations gestaltet
  • Welche verschiedenen Möglichkeiten ihr habt
  • Was Egosoft für die Simulation des dynamischen Universums geplant hat.

Für X4: Foundations verspricht uns Egosoft absolute spielerische Freiheit und ein riesiges, lebendiges Universum, das auf die Handlungen des Spielers nachvollziehbar reagiert. In unserer ersten Vorschau sind wir vor allem auf die technischen Voraussetzungen eingegangen, die die Entwickler für das Spiel schaffen wollen. In diesem Artikel wollen wir analysieren, mit welchen Möglichkeiten uns Egosoft ausstatten möchte, damit wir der idealen Weltraum-Sandbox so nahe wie möglich kommen und wo Grenzen zu erwarten sind.

Der Spielstart: Beine ja, Tentakel nein

Vergleichbar mit X3: Terran Conflict und X3: Albion Prelude können wir uns am Anfang aus vorgegebenen Spielestart-Varianten eine passende heraussuchen. Zwar hat Egosoft noch keine genauen Aussagen über die verschiedenen Kombinationen gemacht, aber aufgrund unserer Erfahrungen mit früheren X-Spielen dürften sich die verschiedenen Start-Varianten vermutlich in Rasse, Geschlecht, persönlichen Hintergrund und Besitz voneinander unterscheiden.

Ein Paranide auf der Brücke eines noch unbekannten Schiffes. Ob das einer der verfügbaren Charaktere ist?

Ein Paranide auf der Brücke eines noch unbekannten Schiffes. Ob das einer der verfügbaren Charaktere ist?

Das bedeutet auch, dass uns weder ein Charakter- noch Spielstarteditor zur Verfügung stehen wird – hoffen wir also auf eine entsprechend große Auswahl. Ebenfalls wird es nicht möglich sein, jede Rasse auszuwählen. Die tentakelbewehrten Boronen sind beispielsweise bei Veröffentlichung nicht dabei: Zu aufwändig sei die glaubhafte Darstellung der intelligenten Wasserbewohner.

Zu Fuß unterwegs: Wir sind mehr als unser Schiff

Im Gegensatz zu Genrekollegen wie Elite: Dangerous oder Starpoint Gemini 2 erleben wir in X4 das Universum aus den Augen unseres Charakters. Das bedeutet, dass wir uns frei auf Stationen und Schiffen bewegen können. Dabei wird allerdings – anders als etwa in Star Citizen – nicht jeder Raum simuliert.

Ob wir mit allen NPCs auf den Stationen interagieren können?

Ob wir mit allen NPCs auf den Stationen interagieren können?

Diese Bewegungsfreiheit soll im endgültigen Spiel auch für die Erfüllung von Quests relevant sein. Welche Gameplay-Elemente uns in der Egoperspektive erwarten, wollte Egosoft noch nicht verraten. Kampf wird aber definitiv nicht dazugehören.

Auf ins All: Wirtschaft und Kampf

Egal welche Spielstart-Variante wir wählen, am Anfang besitzen wir mindestens ein Schiff, mit dem uns grundsätzlich alle Karrieren offen stehen. Kämpferische Naturen können sich als Kopfgeldjäger, Kampfpiloten oder auch als Piraten verdingen, während friedliebende Zeitgenossen sich dem Handel und Transport von Waren verschreiben oder dem Bergbau widmen.

Das neue Design der Karte soll dem Spieler die vollständige Kontrolle über das Spiel geben.

Das neue Design der Karte soll dem Spieler die vollständige Kontrolle über das Spiel geben.

Ein Reputationssystem sorgt dafür, dass sich die einzelnen Fraktionen jede Aktion des Spielers merken und sich dementsprechend verhalten. Wer beispielsweise Kampfmissionen gegen eine der Supermächte fliegt, wird schnell in deren Gunst sinken und folglich in der des Auftragsgebers steigen.  Je nach Reputation stehen uns verschiedene Missionen für die unterschiedlichen Gruppierungen und Fraktionen zur Verfügung.

Hinzu kommt eine Kampagne, welche sich je nach Spielstart unterscheiden soll. Um uns von Anfang an zurecht zu finden, statten uns die Entwickler mit einem mächtigen Karten-Tool aus, durch das es nach Aussagen von Egosoft sogar möglich sein soll, dass gesamte Spiel als eine Art RTS (Real Time Strategy, Echtzeitstrategie) zu spielen.

Die Schiffe in X4: Aufrüsten, Optimieren, Kaufen, Entern

Egal auf welche Weise wir uns unsere ersten Credits im X- Universum verdienen wollen, die nächsten Schritte werden zwangsläufig im Aufrüsten und Optimieren des eigenen Schiffes bestehen. Neue Waffen, bessere Schilde, schnellere Antriebe – das hart verdiente Geld werden wir auch schnell wieder los.

Haben wir die Möglichkeiten unseres Schiffes ausgereizt, wird es Zeit auf ein besseres Modell umzusteigen. X4 gibt uns erneut die Möglichkeit, alle Schiffstypen selbst zu steuern. Vom kleinen Jäger über behäbige Transporter, bis hin zu Großkampfschiffen und Trägern ist alles vorhanden.

Wie wir in den Besitz der neuen Schiffe kommen, bleibt uns überlassen. Entweder wir erstehen das Schiff legal an einer der fraktionsspezifischen Schiffswerften, oder wir heuern ein Enterkommando an, das das gewünschte Schiff kurzerhand für uns erobert. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass unsere Marines die Mannschaft des Schiffes auch überwinden können, was uns zum nächsten Gameplay-Element führt.

Piloten, Crew und Marines: Das Angestellten-Management

Auch wenn wir alles selbst machen können, kann es doch Sinn ergeben, bestimmte Aufgaben an  Angestellte zu delegieren. In X4 werden wir wieder eine Crew für unsere Schiffe anheuern können, vom Piloten bis zu den bereits erwähnten Marines.

Hier schauen wir unserem Piloten beim Steuern unseres Schiffes zu: Die einzelnen Stationen der Brücke können wir mit entsprechendem Personal besetzen.

Hier schauen wir unserem Piloten beim Steuern unseres Schiffes zu: Die einzelnen Stationen der Brücke können wir mit entsprechendem Personal besetzen.

Interessanterweise kostet uns die tatkräftige Unterstützung nur bei der Anschaffung Geld,  Gehalt bekommen unsere Mitarbeiter dagegen nicht. Ein Traum für jeden Kapitalisten! Dafür ist es möglich fast alle Aufgaben zu automatisieren. So können zum Beispiel so genannte“ Universumshändler“ eigenständig Handel betreiben und Piloten festgelegte Ziele angreifen oder verteidigen.

Übung macht auch hier den Meister: Alle NPCs werden verschiedene Fähigkeiten besitzen und darin auch besser werden können. Außerdem können unsere Copiloten das Steuer unseres Schiffes übernehmen, wenn wir dieses verlassen, beispielsweise um uns das Treiben auf unserer eigenen Station anzusehen.

Modulare Stationen und das Spieler-Hauptquartier

Kenner der X-Reihe wissen, worum es geht: Wir werden in X4: Foundations eigene Stationen bauen und betreiben dürfen. In diesen Privatstationen sollen wir Waren und ihre Vorstufen herstellen und verkaufen können.

Die Stationen sind vollständig modular aufgebaut und können fast überall platziert werden. Auch ein Modul zum Bau von Schiffen ist geplant. Damit so eine Station oder ein Komplex aus Stationen einwandfrei funktioniert, müssen wir einen Manager einstellen.

Wiederkehren wird auch das Spieler-Hauptquartier, das wir im Laufe der Story-Kampagne erhalten. In diesem HQ wird es auch möglich sein, eine begrenzte Anzahl an Technologien zu erforschen und zu verbessern. Darunter fällt beispielsweise auch die Teleportation, mit der wir zwischen unseren Besitztümern schnell hin und her reisen können.

Ein dynamisches Universum: Fraktionen und Imperien

Im Ankündigungsvideo von X4: Foundations beschreibt Egosoft die Möglichkeiten der KI folgendermaßen:

„X4 wird das erste X-Spiel sein, welches es den verschiedenen Rassen und Fraktionen erlaubt, frei zu bauen und ihre Imperien zu erweitern; die gleiche Flexibilität, die der Spieler bei der kreativen Gestaltung von Raumstationen aus modularen Bausteinen genießt, steht auch den verschiedenen KI-Fraktionen zur Verfügung.Die verschiedenen Fraktionen erweitern ihr Imperium auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage, was zu einem extrem dynamischen Universum führt, in dem jede Handlung, die der Spieler ausführt, den Verlauf des gesamten Universums beeinflussen kann.“

Da ist es fast schon selbstverständlich, dass alle Ressourcen, welche zum Bau der vielen Waren, Ausrüstung und Schiffe verwendet werden auch wirklich in der Spielwelt vorhanden sind und eine realistische Produktionskette simulieren.

Fazit

Ich muss gestehen, dass mir der riesige Umfang der verschiedenen Gameplay-Möglichkeiten erst beim Schreiben dieses Artikels so richtig klar geworden ist. Egosoft plant offenbar, jeden Aspekt der alten X-Spiele komplexer zu gestalten. Ob das alles dann so im fertigen Spiel wiederzufinden ist, wird sich aber erst noch zeigen müssen.

Persönlich traue ich es ihnen auf jeden Fall zu, denn sie scheuen sich auch nicht, an bestimmten Stellen den Rotstift anzusetzen. Zum Beispiel wird es nicht möglich sein, dass eine Fraktion eine andere vollständig auslöscht und bei aller Komplexität wird das Management von Fabriken und Personal nicht zu sehr in die Tiefe gehen.

Sobald wir mehr gesicherte Informationen zu den einzelnen Mechaniken haben, werden wir diese in weiteren Artikeln genauer besprechen.  Welchen Weg wollt ihr in X4 einschlagen? Sagt euch das vorgestellte Gameplay überhaupt zu oder ist Egosofts Weltraumabenteuer eher nichts für euch? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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Markus
39 Jahre alt, Vater von 2 wunderbaren Töchtern, Ehemann der besten Frau der Welt und Gamer seit 27 Jahren. Ich hoffe auf tolle Diskussionen und wünsche Euch viel Spaß!


7 Kommentare

  1. Himmselbuster

    Ich hatte damals die ersten beiden Teile gespielt, fand es aber blöd, dass man nur im Raumschiff saß und sich bestenfalls durch ein paar Menus klicken konnte. Das hier macht aber Lust, sich mal wieder im X-Universum rumzutreiben! Ich würde mir noch eine vernünftige VR-Unterstützung, ähnlich Rebirth, wünschen.
    Schöner Artikel, weiter so! 😊

  2. stolpi

    Dieses Spiel bekommt auf jeden Fall meine Unterstüzung falls sie es nicht völlig verbocken und zu sehr sparen… Ob ich viel Zeit hier investieren kann wird sich zeigen, zurzeit ist Alpha 3.0 einfach ein Traum und wenn Egosoft ähnliches schafft, dann werde ich parallell auf den Flügen zwischen den Systemen (SC) auf den Zweitrechner in X4 reinschauen. 🙂

    Viele Grüße,
    stolpi

  3. Ben

    Alter, kann ich was von deiner Freizeit abhaben? 😛

  4. Riddler

    Ich will hier nur kurz anmerken, dass die Sperre für Nicht-Patreons nicht ausreichend ist. […moderiert]

    Der Inhalt sollte schon serverseitig entfernt und durch die Vorteils-Box ersetzt werden, wenn man kein Patreon ist. Und das sage ich, obwohl ich davon als (noch) Nicht-Patreon sogar nen Vorteil hätte 😀

  5. Ben

    @Riddler Und da dachtest du, es wäre eine gute Idee, die Möglichkeit zur Umgehung öffentlich zu diskutieren, damit auch der Letzte drauf kommt? 😉

    Unsere Ressourcen sind derzeit leider sehr begrenzt. Eine richtige Paywall zu installieren kostet Geld, das ich derzeit nicht habe. Die aktuelle Lösung ist eher ein Wink mit dem Zaunpfahl. Wenn jemand partout nichts beitragen möchte und sich trotzdem Zugang verschafft, dann ist das eben so. Diejenigen, die denken, alles was im Internet steht, müsse für sie kostenlos sein und mache keine Arbeit, denen ist sowieso nicht zu helfen und die würden uns auch mit einer besseren Paywall nicht unterstützen.

  6. Riddler

    Naja, jeder der es aufgrund meiner Aussage geschafft hätte, wäre irgendwann auch von selbst drauf gekommen. Ok, war vielleicht nicht die beste Idee, aber ich dachte, so wirds noch am schnellsten gefixt 😉

    Ich weiß jetzt nicht, wie das momentan technisch gelöst ist, aber es muss ja jetzt schon eine serverseitige Abfrage erfolgen, die die Ausgabe abhängig vom Patreon-Status verändert. Diese müsste halt nur so angepasst werden, dass der nicht zugängliche Part gar nicht erst ausgeliefert wird. Just my 2 cents 🙂

    Ich wollte lediglich drauf hinweisen, weil ich dachte, das wäre so nicht beabsichtigt. In Zukunft kommt sowas auf privaten Kanälen 😉

    Und ich hoffe, du meinst mit deinem letzten Satz nicht mich 😉 Da bin ich nämlich voll und ganz deiner Meinung, weswegen ich das ja überhaupt erst angesprochen habe.

  7. Ben

    @Riddler Nein, alles gut. Ich freu mich über Feedback!

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